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Virologe Klein im Interview : „Von Herdenimmunität sind wir noch weit entfernt“

Medizinisch-technische Assistenten bearbeiten im Kölner Labor Wisplinghoff Abstriche von Corona-Tests. Bild: dpa

Der Kölner Virologe Florian Klein untersucht in einer Spezialambulanz Genesene auf Antikörper gegen das Coronavirus. Im Interview spricht er über seine Forschung, Immunität und das Leben mit dem Virus.

          3 Min.

          Herr Professor Klein, Sie haben in Köln zusammen mit Ihren Kollegen gerade eine Spezialambulanz für von einer Covid-19-Infektion Genesene aufgebaut, um die Immunantwort zu untersuchen. Wie viele Patienten wollen Sie pro Woche untersuchen?

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          In der Ambulanz haben wir in der kommenden Woche 160 genesene Patienten geplant. Hunderte Genesene haben sich gemeldet.

          Wie gehen Sie genau vor?

          Die Patienten werden über die Untersuchungen und Projekte aufgeklärt und bekommen Blut abgenommen. Dieses wird auf verschiedene Art und Weise untersucht. Um zu schauen, ob Antikörper gegen Sars-CoV-2 vorliegen, untersuchen wir das Serum mit einer maschinellen Elisa-Methode (enzyme linked immunosorbent assay). Das muss man sich so vorstellen, dass sich auf einer Platte Sars-CoV-2-Moleküle befinden und dort das Serum der Patienten hinzugegeben wird. Wenn sich Sars-CoV-2-spezifische Antikörper im Serum befinden, dann binden diese die Virusbestandteile auf der Platte. In einem zweiten Schritt kann man die gebundenen Antikörper sichtbar machen und damit den Nachweis über Antikörper führen, die mit Sars-CoV-2 reagieren.

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