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Virologe zu Corona : „Die schweren Erkrankungen verlaufen nicht selten in zwei Phasen“

Infektionen früh erkennen: Abstrichzentrum auf dem Messegelände im Heidelberger Stadtteil Kirchheim Bild: dpa

Hans-Georg Kräusslich, Leiter der Virologie an der Heidelberger Uniklinik, spricht über erfolgreiche Strategien, die Schwere der Covid-19-Erkrankungen abzumildern, medizinische Corona-Taxis und zu hohe Sterblichkeitszahlen.

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          Herr Professor Kräusslich, die Universitätsklinik in Heidelberg hat sich wie alle anderen Krankenhäuser im Land wochenlang auf das Schlimmste vorbereitet. Was erwartet Sie in den nächsten Tagen?

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Im Moment sehen wir eine seit gut einer Woche stabile Zahl von Neuinfektionen, seit ein oder zwei Tagen möglicherweise einen leichten Abfall, aber das ist noch nicht sicher. In der Klinik hatten wir zuletzt mehr schwere Verläufe, da nach initialer Infektion von jüngeren Urlaubern jetzt mehr ältere Personen betroffen sind. Aber im Moment erwarten wir, dass die Kapazitäten am Universitätsklinikum Heidelberg hinreichend sein müssten, sofern sich nichts Wesentliches ändert. Sorgen bereiten uns in dieser Hinsicht vor allem Infektionen in Alten- und Pflegeheimen und hier haben wir deswegen eine detaillierte Strategie zur Eindämmung mit den Behörden entwickelt.

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