https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/vierte-corona-welle-intensivstationen-und-erschoepfte-pfleger-17350517.html

Vierte Corona-Welle? : „Wir müssen vorbereitet sein“

Im Universitätsklinikum Freiburg: Eine Reinigungskraft desinfiziert im April 2020 einen Raum in der Notaufnahme. Bild: dpa

Professor Hartmut Bürkle vom Universitätsklinikum Freiburg über erschöpfte Pfleger, eine vierte Corona-Welle und Vorwürfe gegen Intensivmediziner, die unter dem Hashtag #DiviGate erhoben werden.

          6 Min.

          Herr Bürkle, eine Autorengruppe um Matthias Schrappe wirft der Interdisziplinären Vereinigung der Intensivmediziner (DIVI) vor, während der Pandemie Panikmache betrieben zu haben. In keinem anderen Land seien so viele Infizierte hospitalisiert und auf Intensivstationen behandelt worden. Bei Twitter ist schon von „DiviGate“ die Rede. Das Universitätsklinikum Freiburg ist ein Schwerpunktkrankenhaus für Covid-Behandlungen. Was sagen Sie zu den Vorwürfen?

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Die Autorengruppe erhebt mehrere nicht belegte Vorwürfe zur intensivmedizinischen Versorgung. Die Autoren mussten sich schon bei der ersten Veröffentlichung korrigieren. Ich habe Zweifel an der wissenschaftlichen Qualität dieses Thesenpapiers sowie der Verlässlichkeit der Daten. Aus meiner Sicht soll hier mit Pseudowissenschaftlichkeit eine bestimmte politische Wirkung erzielt werden.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ukrainekrieg und Deutschland : Stell dir vor, die Ukraine gewinnt

          Die Angst der Deutschen vor horrenden Gasrechnungen ist groß. Das spielt Putin-Verstehern und Querdenkern in die Hände. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist das fatal. Über eine gefährlich verschobene Debatte.
          Kaum Überreste: Nur wenige Gebeine der Schlacht von Waterloo konnten ausgegraben werden.

          Zermalmt für Zucker : Das grausige Ende der Gefallenen von Waterloo

          Bis heute fehlen die sterblichen Überreste der mehr als 20.000 Gefallenen von Waterloo. Forscher haben nun das zweihundert Jahre alte Rätsel um ihr Schicksal offenbar gelöst. Ihr Ergebnis schlägt auf den Magen.