Vor dem Autogipfel :
„Ein teures Strohfeuer“

Lesezeit: 4 Min.
Atemschutzmasken schon vor Corona: Aktivisten blockieren im September 2019 den Eingang zum Gelände der IAA.
Die Autoindustrie fordert in der Corona-Krise Unterstützung von der Politik. Dagegen formiert sich Widerstand. Ein Gespräch mit Wasilis von Rauch, Sprecher des Bündnisses für eine „Mobilprämie für alle“.
Herr von Rauch, was stört Sie am heutigen Autogipfel?

Dass es ein reiner Autogipfel ist! Wir brauchen aber einen Gipfel über die Zukunft der Mobilität. In Berlin treffen sich Vertreter der Politik ausschließlich mit der Autoindustrie. Mobilität ist aber öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Fahrradverkehr und Autoverkehr. Wieso ist niemand aus dem Umweltministerium eingeladen oder Verbraucherschützer? Außerdem startet die Autoindustrie mit massiven Forderungen und macht dabei überhaupt keine Angebote. Ich glaube, damit verschenkt sie selbst bei ihren Gönnern Kredit. Sie sagt nicht einmal: Wir beschränken uns auf Elektroautos oder auf vernünftige Hybride. Nein, sie wollen Kaufprämien auch für die Verbrenner und nicht mal da schlagen sie CO2-Grenzen vor. Aber das ist nicht alles, was mich stört.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.