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Corona-Impfungen : FDA-Experten empfehlen Biontech-Impfung für Kinder ab 5 Jahren

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Ein Jugendlicher bei der Impfung mit dem Pfizer-Biontech Vakzin im US-Bundesstaat Michigan Bild: AFP

Eine formelle Zustimmung der Arzneimittelbehörde FDA wird in dieser Woche erwartet. Eine Impfkampagne für 28 Millionen betroffene Kinder soll bereits im November starten. In Deutschland wird es mit einer Zulassung wohl noch dauern.

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          Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausgesprochen. Das entschieden die Teilnehmer des Gremiums bei einer Sitzung am Dienstag. Die Entscheidung ist nicht bindend, die FDA folgt den Fachleuten aber in der Regel. Eine endgültige Entscheidung der FDA wird noch in dieser Woche erwartet. Im Anschluss muss sich formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen.

          Eine Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA könnte nach Angaben des Weißen Hauses dann bereits im November starten. Die Regierung werde innerhalb weniger Tage nach einer Zulassung 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausliefern, hieß es. Auch in Europa haben das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe beantragt.

          Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, steht
          Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren zurückhaltend gegenüber. "Je geringer die Krankheitslast in einer Gruppe, umso sicherer muss die
          Impfung sein", sagte Mertens der Zeitung Rheinische Post. Für eine abwägende Entscheidung zu einer Empfehlung müssten
          erwartbare positive Effekte - klinisch oder psychosozial - für die Kinder und mögliche Restrisiken bei im Wachstum befindlichen Kindern "möglichst
          einigermaßen quantitativ fassbar" sein. "Die
          Krankheitslast bei Kindern in den USA ist offenbar höher als in Deutschland", sagte Mertens.




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