https://www.faz.net/-guw-ab0x3

Anti-Lockdown-Proteste : Tausende bei unerlaubten Corona-Demos in London und der Schweiz

  • Aktualisiert am

Kinder mittendrin: Zur Demonstration in London kamen tausende Briten zusammen. Bild: dpa

Ohne Masken, ohne Abstand: Am Samstag haben tausende Menschen in London und in der Nähe von Zürich gegen die Maßnahmen ihrer Regierungen protestiert. Die Polizei griff nur selten ein.

          1 Min.

          Mehrere tausend Menschen haben in London gegen die Corona-Maßnahmen in ihrem Land protestiert. Wie Aufnahmen britischer Medien zeigten, zogen sie am Samstagnachmittag trotz geltender Beschränkungen für Massenversammlungen durch die britische Hauptstadt und dabei unter anderem über die Einkaufsmeile Oxford Street. Masken trug dabei so gut wie niemand, dafür aber Protestschilder mit Aufschriften, die sich unter anderem gegen Corona-Pässe und -Tests richteten. Sky News sprach von mindestens 10.000 Demonstranten, der „Guardian“ von mehreren tausend Teilnehmern. Die Polizei gab bis zum frühen Abend keine Schätzung ab.

          Die Polizei der Hauptstadtregion London hatte zuvor in einem offenen Brief davon abgeraten, große Zusammenkünfte zu besuchen. „Wir befinden uns immer noch mitten in einer globalen Pandemie“, hatte sie in dem auf Twitter veröffentlichten Schreiben betont.

          In der Schweiz haben 4000 Menschen bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Wie die Polizei am Samstag berichtete, verlief die Kundgebung in Rapperswil-Jona nahe Zürich friedlich. Rund 45 Personen wurden allerdings für 24 Stunden aus der Stadt ausgewiesen. Zwei Menschen wurden vorläufig festgenommen. Mit Transparenten und Kuhglocken brachten die Teilnehmer, die meist weder Masken trugen noch Abstände einhielten, ihren Unmut zum Ausdruck. Die Polizei war rund um den Platz der Demonstration postiert, hielt sich aber zurück.

          Die Polizei habe mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit entschieden, die friedlich verlaufende Demonstration nicht aufzulösen, erklärte ein Polizeisprecher in einem auf Twitter veröffentlichten Videostatement. In der Schweiz waren jüngst weitere Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen beschlossen worden.

          Weitere Themen

          Die Obamas trauern um Familienhund Bo

          Ehemaliger Präsident : Die Obamas trauern um Familienhund Bo

          Der Portugiesische Wasserhund zog 2009 zur Präsidentenfamilie ins Weiße Haus. Während des Wahlkampfs hatte Barack Obama seinen beiden Töchtern versprechen müssen, dass sie einen Hund bekommen, falls er Präsident werden sollte. Bo wurde schnell zum „besten Freund“.

          Topmeldungen

          Geht es bergauf für die SPD? Olaf Scholz bei einer Veranstaltung des DGB zum Tag der Arbeit in Cottbus

          Parteitag vor Bundestagswahl : Was der SPD noch Hoffnung macht

          Seit Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten ausgerufen wurde, bleibt die Zustimmung für die Sozialdemokraten mau. Mit dem virtuellen Parteitag am Sonntag soll sich das ändern.

          Bayerns 6:0-Meistergala : „Campeones, Campeones!“

          Die Münchner werden schon vor dem eigenen Spiel Meister. Beim 6:0-Sieg über Gladbach glänzt der FC Bayern. Und Robert Lewandowski fehlt nur noch ein Tor bis zum legendären Rekord von Gerd Müller.
          Joana Cotar und Joachim Wundrak in Frankfurt

          Parteitag in Frankfurt : General-Probe im AfD-Richtungsstreit

          Joana Cotar und Joachim Wundrak wollen als AfD-Spitzenduo in den Wahlkampf ziehen – und sich gegen das bekanntere Duo Weidel und Chrupalla durchsetzen. Beim Nominierungsparteitag in Frankfurt müssen die beiden noch zueinander finden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.