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Clubs klagen gegen Schließung : Tanzen trotz Corona

Tanzpause: Auch im Münchner Club „Harry Klein“ darf gerade nicht gefeiert werden. Bild: dpa

In München klagen Clubs gegen die Schließung – und setzen auf ein eigenes Hygienekonzept. Immerhin sind in Bayern bei Geburtstagen bis zu 100 Teilnehmer erlaubt. Wo ist also der Unterschied?

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          Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) riet Anfang Juli zum Tänzchen zu Hause, als er gefragt wurde, wann man denn in Clubs wieder feiern könne. Das Ansteckungsrisiko, so Söder in der „Augsburger Allgemeinen“, sei in Clubs „einfach mit am höchsten“. Doch angesichts von Partys in geschlossenen Räumen, vollen Gaststätten und Pulks von Feiernden in Parks und Innenstädten fragen sich viele Clubbetreiber: Warum dürfen die das und wir nicht?

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Alexander Spierer, 45 Jahre alt, Diskjockey und Gesellschafter des Münchner „Sweet Club“, stellt die Notwendigkeit, Clubs zu schließen, nicht in Frage: „Umsatz und Party sind es nicht wert, Menschenleben dafür zu gefährden.“ Jetzt aber gehe es ihm und vielen anderen Betreibern um das „wie“. Man habe den Eindruck, sagt Spierer, in dessen Club in normalen Zeiten junge und ältere Gäste tanzen, etwa auf Achtziger-Jahre-Partys, dass die Behörden geradezu eine „Aversion“ gegen Clubs hätten.

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