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Studiosus : Erster Anbieter storniert Reisen nach China

Warnhinweise zum Coronavirus am Flughafen Berlin-Tegel Bild: EPA

Die Verbreitung des Coronavirus in China trifft jetzt auch die Reisebranche. Der Reiseanbieter Studiosus sagt seine China-Reisen erst einmal ab – und die Lufthansa bietet Umbuchungen an.

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          Die Verbreitung des Coronavirus mit mehr als 2700 Krankheitsfällen in China trifft jetzt auch die Reisebranche. Der Studien- und Gruppenreiseanbieter Studiosus sagte am Montag China-Reisen bis Mitte April ab. Zwar stehen aktuell keine China-Touren des Unternehmens an, die nächste Reise sollte am 15. März beginnen. Doch das Unternehmen rechnet nicht mit einer schnellen Entspannung der Lage. Zuvor hatte das Auswärtige Amt aufgefordert, geplante Aufenthalte in der Volksrepublik vorerst zu überdenken. „Reisende sollten überlegen, nicht zwingende Reisen nach China zu verschieben oder zu unterlassen“, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD).

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Chinesische Behörden haben es vorsorglich weitgehend unterbunden, dass Bürger aus der Stadt Wuhan, wo das Virus zuerst aufgefallen war, reisen. So soll eine schnelle Verbreitung verhindert werden. Die Bundesregierung erwägt, ausreisewillige Deutsche auszufliegen. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) besuchen im Jahr etwa 600.000 bis 650.000 Deutsche die Volksrepublik, die meisten von ihnen sind Geschäftsreisende.

          Aktien geben nach

          Mehrere deutsche Unternehmen haben derweil Reisen von Beschäftigten in die Region Wuhan oder auch in andere Teile Chinas gestoppt. Die Deutsche Lufthansa bietet kostenlose Umbuchungen an – zunächst für Flüge, die bis zum 23. Februar starten sollen. Mit der Kernmarke Lufthansa sowie mit den Schwestergesellschaften Austrian Airlines und Swiss bietet der Konzern insgesamt rund 70 Flüge je Woche in das Land an. Die Aktie des Konzerns war mit einem Kursverlust von mehr als 4 Prozent am Montag der größte Verlierer im Dax.

          Auch die Anteilsscheine von Reiseunternehmen verloren an Wert. Der Aktienkurs von Marktführer TUI sank um mehr als 2 Prozent. Dabei spielt eher die Sorge eine Rolle, dass China länger als Urlaubsziel an Popularität verliert. Aktuell befinden sich nur wenige deutsche Urlauber dort, denn die Saison für China-Reisen hat noch nicht begonnen. Der TUI-Konkurrent DER Touristik, der mit Marken wie Meiers Weltreisen und Dertour einen Fernreise-Schwerpunkt hat, teilte mit, dass aktuell lediglich knapp 100 Kunden in dem Land seien. Alle China-Reisen, die bis Ende März beginnen sollten, könnten aber kostenfrei storniert oder umgebucht werden. A

          m Frankfurter Flughafen wurden derweil noch keine weitreichenden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Aus China Ankommende mit Fieber werden untersucht. Am Sonntag hatte sich ein Passagier mit Fieber selbst gemeldet, der Corona-Verdacht bestätigte sich aber nicht.

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