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Sputnik V für 50 Euro : San Marino bietet Impfurlaub an

Medizinische Mitarbeiter verimpfen Sputnik V in einem Krankenhaus in San Marino. Bild: AP

Zwei Impfungen mit Sputnik V im Abstand von drei Wochen: Touristen in San Marino können sich dort mit dem russischen Impfstoff impfen lassen. Sputnik V ist in der EU noch nicht zugelassen.

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          In der Republik San Marino können Touristen von Montag an einen „Impfurlaub“ buchen. Wie Roberto Ciavatta, Gesundheitsminister der Zwergrepublik nahe dem italienischen Adria-Badeort Rimini am Donnerstag mitteilte, sollen den Besuchern im Abstand von drei Wochen zwei Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V verabreicht werden.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Die rund 33.000 Einwohner der Enklave wurden seit Ende Februar fast vollständig mit dem russischen Vakzin geimpft, sodass in der Enklave zuletzt keine Neuinfektionen mit dem Sars-COV2-Virus mehr registriert wurden. Der überzählige Impfstoff aus Russland soll nun an im Ausland lebende „Sammarinesi“ sowie an Touristen verabreicht werden.
          San Marino ist nicht Mitglied der EU, obschon dort der Euro als Zahlungsmittel genutzt wird. Die Gesundheitsbehörden der Republik haben im Februar in einem Eilverfahren die Nutzung des in der EU noch nicht zugelassenen russischen Impfstoffs genehmigt.

          Touristen auf „Impfurlaub“ in San Marino erhalten die beiden Sputnik-V-Dosen für zusammen 50 Euro. Zudem müssen sie nach dem ersten und dem zweiten Impftermin jeweils drei Übernachtungen in der Zwergrepublik buchen. Der Termin für die erste Buchung muss mindestens sieben Tage im Voraus gebucht werden. Der zweite Impftermin erfolgt 21 Tage nach dem ersten. Mit dem Angebot des „Impfurlaubs“ will die Republik auch den Fremdenverkehr ankurbeln. Obwohl es viele Anfragen aus den umliegenden italienischen Städten und Gemeinden gibt, können sich Italiener auch künftig nicht in San Marino impfen lassen, weil der russische Impfstoff in Italien und in der gesamten EU noch nicht zugelassen ist. Die Regierung in Rom hofft ihrerseits, den russischen Impfstoff nach den fälligen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte auch in Italien nutzen zu können.

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