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Coronavirus : So gut ist Frankfurt auf die deutschen Rückkehrer vorbereitet

Sicherheitsvorkehrungen in China: Ein Pilot sitzt mit Schutzanzug im Cockpit und parkt ein Flugzeug an der Entladestelle auf dem Internationalen Flughafen Wuhan-Tianhe. Bild: dpa

Etwa 100 deutsche Reisende aus der Risikoregion Wuhan werden am Frankfurter Flughafen erwartet. Derweil sorgt die Angst vor dem Coronavirus für Unsicherheit. Experten mahnen aber vor Panikmache.

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          Den rund 100 deutschen Rückkehrern aus dem Risikoregion Wuhan, die wahrscheinlich am Donnerstag in Frankfurt landen werden, steht nach Aussage von Anne Janz, Staatssekretärin des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, eine zweiwöchentliche Quarantänezeit bevor.

          Marie Lisa Kehler

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie die praktische Umsetzung aussehen soll, dazu machte Janz keine Angaben. „Darüber gibt es aktuell intensive Gespräche auf Bundesebene“, sagte sie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt. Sicher geregelt sei bisher, dass Patienten, die schon während des Flugs über Symptome der neuen Lungenerkrankung klagen würden, auf direktem Weg ins Uniklinikum Frankfurt verlegt und auf einer speziellen Isolierstation behandelt werden können.

          Neun Patienten bereits getestet

          Janz sieht Hessen gut auf die Herausforderungen vorbereitet, die das neue Virus mit sich bringt. Auch der Gesundheitsdezernent der Stadt Frankfurt, Stefan Majer, sieht keinen Grund zur Beunruhigung, nimmt jedoch eine zunehmende Verunsicherung der Bevölkerung wahr. „Panik ist ein schlechter Ratgeber. Was zählt sind sachliche Informationen, Aufklärung und Einordnung.“

          Insgesamt neun Patienten seien bisher an der Uniklinik mit Hilfe eines Schnelltests auf das neue Virus getestet worden, bestätige Sandra Ciesek, Leiterin des Instituts für Virologie an der Uniklinik Frankfurt. Bei keinem der Patienten habe man das Virus nachweisen können. Getestet werde erst, wenn eine begründeter Verdacht bestehe, dass die Personen sich im Risikogebiet aufgehalten oder zu infizierten Patienten Kontakt gehabt hätten.

          Nicht jeder, der in den vergangenen Wochen in Singapur umgestiegen sei und nun erste Symptome klage, gelte automatisch als Verdachtsfall, sagte auch Antoni Walczok vom Gesundheitsamt Frankfurt.

          Um die Gefahr einer möglichen Ansteckung mit dem neuen Virus zu verringern, rät Ciesek, sich allgemeingültige Verhaltensregeln in Erinnerung zu rufen. Dazu gehöre das regelmäßige Händewaschen, in die Armbeuge zu niesen und bei ersten Beschwerden zu Hause bleiben, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.

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