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Hessisches Ministerium : Situation bei Intensivbetten in Hessen „sehr angespannt“

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Krankenpflegerin in Langen: Eine angespannte Lage sieht das hessische Ministerium auch auf den Normalstationen der Krankenhäuser. Bild: Frank Röth

In Hessen sind an einem Tag 1851 neue Corona-Infektionen gemeldet worden, 112 Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Kapazitäten in den hessischen Krankenhäusern werden knapper.

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          Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen in Hessen ist innerhalb eines Tages um 1851 gestiegen. Damit stieg die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf 148.862, wie aus den Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand 00.00 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus starben, stieg um 112 auf nun insgesamt 3461. Die Inzidenz, also die Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, lag landesweit bei 142,4

          Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus werden die Kapazitäten in den hessischen Krankenhäusern knapper. Bei den Intensivbetten sei die Situation „sehr angespannt“, teilte das hessische Sozialministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Derzeit seien hessenweit rund 89 Prozent der bepflegbaren Intensivbetten belegt. „Dies ist für die Jahreszeit ein außerordentlich hoher Wert. Landesweit stellen wir uns auf einen weiteren Anstieg der Zahl von Intensivpatienten ein.“

          Eine angespannte Lage sieht das Ministerium aber auch auf den Normalstationen der Krankenhäuser. Hier liege die Auslastung landesweit bei rund 76 Prozent. Auch dies sei ein für die Jahreszeit hoher Wert. Wenn nach den Weihnachtstagen vermehrt Patienten die Kliniken aufsuchen, „steigt die Auslastung absehbar an“, hieß es. Mittlerweile gebe es erste Anzeichen, dass die Patientenzahl auf hohem Niveau stagniere. „Es ist allerdings noch zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen“, hieß es.

          Betroffen von Engpässen seien vor allem die Versorgungsgebiete Wiesbaden-Limburg sowie Darmstadt. Um solche „hochgradig belasteten“ Versorgungsgebiete zu entlasten und eilige Verlegungen zu vermeiden, würden Patienten präventiv verlegt. „Damit konnten wir bisher Verlegungen wegen akuter Überbelegung vermeiden.“

          Insgesamt sei die Versorgungssituation in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich. Mit der am 7. Januar veröffentlichten Allgemeinverfügung hätten die Krankenhäuser neue Richtwerte zur Bereitstellung von Normalbetten erhalten. „Ziel dieser Maßnahme ist es, die Versorgung im jeweiligen Versorgungsgebiet zu gewährleisten und weitere Verlegungen vermeiden zu können“, hieß es.

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