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Coronavirus-Krise : 1775 neue Fälle in Deutschland

  • Aktualisiert am

Mit Mundschutz: Mitarbeiter der Tafel in Bremerhaven Bild: dpa

Das Robert-Koch-Institut hat am Montag insgesamt 141.672 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland gemeldet, das ist ein Plus von 1775 zum Vortag. Rund 91.500 Menschen sind genesen. Gute Nachrichten kommen auch aus Neuseeland.

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          Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt in Deutschland auf niedrigem Niveau weiter an. Die Zahl der aktiven Fälle sinkt weiter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt am Montag insgesamt 141.672 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland, das ist ein Plus von 1775 zum Vortag. Allerdings kann es sein, dass die Zahlen auch deshalb so niedrig sind, weil am Wochenende nicht alle Ämter neue Daten melden.

          Weitere 110 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 4404 Menschen an dem Virus gestorben. Genesen sind laut Internetseite des RKI rund 91.500 Menschen, rund 3500 mehr als am Vortag. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 145.742 Infizierte.

          Besonders betroffen sind weiterhin Bayern mit 37.849 Infizierten und 1286 Todesfällen, Baden-Württemberg mit 28.253 Infizierten (982 Todesfällen) und Nordrhein-Westfalen mit 28.971 Infizierten (857 Todesfällen).

          Weil die Kapazität der Intensivbetten in Deutschland weiterhin nicht ausgelastet ist, werden derzeit 200 Corona-Intensivpatienten aus dem Ausland behandelt. Anfragen aus dem Ausland für weitere 40 Schwererkrankte liegen vor. Das geht aus einer Kabinettsvorlage hervor. Der Bund soll die Behandlungskosten von rund 20 Millionen Euro übernehmen. „Europa steht auch in Krisenzeiten zusammen“, erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn. „Die Bereitschaft und die Kapazität, bei Bedarf weitere aufzunehmen, ist da.“

          Gute Nachrichten kommen auch vom anderen Ende der Welt. Neuseelands Regierung kündigt eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ab dem 27. April an. Die Warnstufe werde von vier auf drei herabgesetzt. Am 11. Mai werde das Kabinett dann über das weitere Vorgehen beraten, erklärt Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Ein „unkontrollierter Ausbruch“ der Lungenkrankheit sei gestoppt.

          „Wir haben daran geglaubt, dass entschlossenes, hart und früh ansetzendes Handeln uns die allergrößte Chance gibt, das Virus auszumerzen“, sagte Ardern. Und das sei passiert. Seit dem 26. März ist der Pazifikstaat mit rund 5 Millionen Einwohnern im verordneten Stillstand mit strengen Auflagen für Verkehr, Arbeit und Alltag. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bislang 1440 Virus-Fälle verzeichnet, 12 Menschen starben. Ardern sagte, wie in nur wenigen anderen Ländern sei es gelungen, die verheerende Welle zu stoppen. Die Reproduktionszahl des Virus liegt demnach bei 0,48. Das bedeutet: Zehn Infizierte geben das Virus im Schnitt an 4,8 andere Menschen weiter; damit geht die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurück. Bei einem Wert unter 1 flaut eine Epidemie nach und nach ab. In Deutschland lag er jüngst bei 0,7.  

          Am schwersten betroffen sind die Vereinigten Staaten. Die amerikanische Zentrum für Infektionskontrolle (CDC) meldet am Sonntag 720.630 Fälle, ein Anstieg um 29.916 Fälle binnen eines Tages. Die Zahl der Todesfälle sei um 1759 auf 37.202 gestiegen.

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