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RKI-Zahlen : Corona-Inzidenz sinkt auf 322,4

  • Aktualisiert am

Ein Passant geht an einem Corona-Testcenter in Dresden entlang. Bild: dpa

Das Robert-Koch-Institut meldet 3823 Neuinfektionen – rund 38 Prozent weniger als vor einer Woche. Der Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert ein spezielles Augenmerk auf Kinder beim Corona-Kurs im Herbst.

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          Das Robert-Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntagmorgen mit 322,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 342,0 gelegen (Vorwoche: 452,4, Vormonat: 733,4). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

          Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 3823 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 6151 registrierte Ansteckungen) und einen Todesfall (Vorwoche: 7) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 24.575.600 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

          Der Blick nach vorne

          Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert von Bund und Ländern rechtzeitige Planungen für die Corona-Strategie im Herbst mit besonderem Augenmerk auf Kinder und Jugendliche. „Die Zeit drängt“, sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. „Spätestens die nächste Ministerpräsidentenkonferenz am 2. Juni muss die Weichen für einen sicheren Betrieb von Schulen und Kitas stellen.“ Kinder hätten wie kaum eine andere Bevölkerungsgruppe Schutzmaßnahmen ertragen und einen großen Solidarbeitrag geleistet.

          Die Auswirkungen der Corona-Krise auf Kinder und Jugendliche sind ein Schwerpunktthema des Deutschen Ärztetages, der an diesem Dienstag in Bremen beginnt. „Corona-Infektionen verlaufen bei jungen Menschen fast immer sehr milde“, erläuterte Reinhardt. Die Ärzteschaft habe aber früh auf Kollateralschäden der Corona-Eindämmungsmaßnahmen für Kinder wie soziale Isolation, Bewegungsmangel, Bildungsdefizite oder Gewalt zu Hause hingewiesen. Eine Vielzahl von Studien belege eine deutliche Zunahme psychischer Auffälligkeiten oder den Verlust von Lebensqualität bei jungen Menschen.

          Pandemie-Masterplan für den Herbst

          Beim Ärztetag solle mit Expertinnen und Experten intensiv darüber diskutiert werden, wie negative psychosoziale Folgen der Pandemie für Heranwachsende eingedämmt werden könnten. Eine entscheidende Rolle hätten Schulen und Kindertagesstätten, sagte Reinhardt. „Wenn man den Versprechungen der Politik glaubt, soll alles getan werden, um erneute flächendeckende Schließungen zu verhindern.“ Mit Spannung werde daher ein von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach angekündigter Pandemie-Masterplan für den Herbst erwartet. „Hier dürfen die Kinder nicht wieder vergessen werden.“

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