https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/rki-zahlen-corona-inzidenz-in-deutschland-unter-50-17358745.html

RKI-Zahlen : Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit Oktober unter 50

  • Aktualisiert am

In Tübingen stoßen Besucher eines wieder geöffneten Biergartens an. Bild: Tom Weller/dpa

46,8 – länger als sieben Monate ist es her, dass die bundesweite Corona-Inzidenz so niedrig lag. Dass nur 2626 neue Fälle dazu kamen, könnte allerdings auch noch immer an Pfingsten liegen.

          1 Min.

          Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals seit Oktober vergangenen Jahres wieder den politisch relevanten Wert von 50 unterschritten. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl binnen sieben Tagen gemeldeter Neuinfektionen je 100.000 Einwohner an diesem Mittwoch bundesweit bei 46,8 (Vortag: 58,4; Vorwoche: 72,8).

          Zwar hatte sich die Sieben-Tage-Inzidenz Mitte Februar kurzzeitig schon einmal im Bereich knapp über 50 bewegt – doch dann kam die dritte Welle. Zuletzt unterhalb der 50er-Schwelle hatte der Wert im Herbst gelegen: bei 48,6 am 20. Oktober 2020.

          Noch immer Pfingsteffekt möglich

          Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 2626 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.040 Ansteckungen gelegen. An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.

          Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 270 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 284 Tote gewesen.

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.656.177 nachgewiesene Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

          Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.438.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion gestorben sind, wird nun mit 87.726 angegeben.

          Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 0,78 (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 78 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Treffen auf dem Lande: In Ensdorf zeigen Bundeskanzler Scholz, Gregg Lowe von Wolfspeed und Bundeswirtschaftsminister Habeck einen SiC-Wafer.

          Unabhängigkeit von Asien : Megachipfabrik an der Saar

          Das US-Unternehmen Wolfspeed baut mit einem deutschen Konzern für mehr als zwei Milliarden Euro eine Halbleiterfabrik. Die Investition gilt als wegweisend für die Transformation der Industrie. Da reist sogar der Kanzler an.
          Bei Streit im Büro ist die Wortwahl entscheidend.

          Sprache im Büro : Das wird man wohl noch sagen dürfen!

          Kollegen beschimpfen, ständig widersprechen, die Gendersprache verweigern: Es gibt viele Möglichkeiten, wie einem die Wortwahl am Arbeitsplatz zum Verhängnis werden kann. Was soll und darf man im Büro eigentlich noch sagen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.