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Coronavirus in Deutschland : RKI-Schätzung: Mehr als 30.000 Menschen schon wieder genesen

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Eine Frau wird in einem Altenheim in Heinsberg auf das Coronavirus getestet. Bild: dpa

Das Robert-Koch-Institut vermeldet mittlerweile mehr als 103.000 bestätigte Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Fast ein Drittel der Infizierten soll allerdings schon wieder gesund sein. Der RKI-Chef äußert sich auch zu einer möglichen Exit-Strategie.

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          In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert-Koch Instituts (RKI) auf 103.228 gestiegen, das ist ein Plus von 4003 seit dem Vortag. 1861 Menschen seien bislang infolge einer Ansteckung gestorben, teilte das RKI am Mittwoch mit. Am Dienstag hatte das Institut noch 99.225 bestätigte Infektions- und 1607 Todesfälle gemeldet. Spitzenreiter bei den absoluten Fallzahlen ist nach wie vor Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Bei den Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner liegen mittlerweile sechs Bundesländer bei einem Wert von über 100. Die Verdopplungszeit der Infektionen liegt hierzulande dagegen mittlerweile bei fast 15 Tagen.

          Das amerikanische Johns-Hopkins-Institut in Baltimore meldet für Deutschland 107.663 bestätigte Infektionsfälle und 2016 registrierte Todesfälle. Weltweit gebe es mehr als 1,4 Millionen bestätigte Infektionsfälle, mehr als 82.000 Menschen seien in Zusammenhang mit der Erkrankung gestorben, mehr als 30.000 Menschen seien jedoch aber auch schon wieder genesen. (Lesen Sie hier, worin die Unterschiede bei der Zählung zwischen RKI und Johns-Hopkins-Universität liegen.)

          Nach Schätzungen des RKI sind in Deutschland bereits mehr als 33.000 Menschen wieder von ihrer Virusinfektion genesen. Der Anteil der Verstorbenen liegt bei 1,6 Prozent. Insgesamt sind fast 90 Prozent der Verstorbenen 70 Jahre oder älter gewesen. Dagegen sind 70 Prozent aller Infizierten in Deutschland 15 und 59 Jahre alt.

          Ein Ende sämtlicher Maßnahmen auf einmal ist nach Einschätzung des RKI-Chefs Lothar Wieler nicht absehbar. „Ein Exit suggeriert vielleicht, dass man einfach die ganzen Maßnahmen aufhebt und dann so lebt wie vor dieser Epidemie. Ich persönlich kann mir das momentan nicht vorstellen“, sagte Wieler mit Blick auf die Debatte über einen Ausstieg aus den Beschränkungen, die sogenannte Exit-Strategie. „Ich kann mir vorstellen, dass es schrittweise bestimmte Änderungen gibt.“ Über das genaue Vorgehen müsse die Politik entscheiden. „Für mich ist der Exit zu einseitig belegt“, erklärte er im Deutschlandfunk.

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