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Am Tag des Corona-Gipfels : RKI meldet Rekordzahl an Todesfällen

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Gastroenterologen behandeln auf der Intensivstation der Uniklinik Aachen einen Covid-19-Patienten. Bild: Oliver Berg/dpa

Zum ersten Mal starben an einem Tag mehr als 400 mit dem Coronavirus infizierte Menschen in Deutschland. Auch die Zahl der Neuinfektionen ist weiterhin ein Anlass zur Sorge. Heute wollen Bund und Länder sich auf neue Maßnahmen einigen.

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          Am Tag der jüngsten Bund-Länder-Beratungen zum Coronavirus steigt die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland erneut auf ein hohes Niveau. In der Nacht zu diesem Mittwoch meldete das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin 18.633 neue Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Das waren über 1000 mehr als am Mittwoch vor einer Woche und über 5000 mehr als am Vortag.

          410 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus – mehr als an jedem anderen einzelnen Tag seit Beginn der Pandemie. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg damit auf 14.771.

          Die Gesamtzahl der Ansteckungen seit Beginn der Pandemie liegt bei mehr als 961.000. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.561 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 ein Höchststand erreicht worden. Das RKI schätzt, dass rund 656.400 Menschen inzwischen genesen sind.

          Coronavirus im Überblick: Daten und Grafiken rund um das Virus finden Sie hier.

          Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

          Wieder Corona-Gipfel

          Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten ab dem Mittag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) abermals über die Corona-Maßnahmen. Es wird erwartet, dass die Runde eine Verlängerung der derzeit geltenden Beschränkungen beschließt. Bei den Kontaktbeschränkungen soll es über Weihnachten und möglicherweise auch Silvester Lockerungen geben.

          Seit Anfang November sind in Deutschland Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Gastronomie geschlossen. Der bis dahin beobachtete starke Anstieg von Infektionen mit dem Coronavirus wurde laut RKI zwar gebremst, das von der Politik als Ziel gesetzte Sinken der Zahlen ist aber noch nicht erreicht.

          Auch mit Blick auf die Hotspots ist die Lage weiterhin angespannt: In Deutschland gibt es nur wenige Landkreise, die bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegen. Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wiesen am Dienstag ein paar wenige Landkreise aus, die derzeit nicht als Hotspots gekennzeichnet sind, darunter Nordfriesland, Rostock und Potsdam-Mittelmark.

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