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Pandemie in Deutschland : Mehr als 20.000 Neuinfektionen und 1000 Todesfälle

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Medizintechnikerinnen bereiten Proben vor, um sie auf die hochansteckende Variante des Coronavirus zu untersuchen (Symbolbild). Bild: dpa

Das Robert-Koch-Institut meldet 20.398 Ansteckungen innerhalb eines Tages sowie 1013 Todesfälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist so niedrig wie seit Anfang November nicht mehr.

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          In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 20.398 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.088.400.

          Nach den Angaben des RKI wurden zudem 1013 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 49.783. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung durch das Virus verstarben, als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich die genaue Todesursache nicht abschließend nachweisen lässt. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI am Donnerstag mit rund 1.762.200.

          Höchste Inzidenz in Thüringen, niedrigste in Bremen

          Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 119,0 an – das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

          Bund und Länder streben an, die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50 zu drücken, um das Virus unter Kontrolle zu bringen und das Gesundheitssystem zu entlasten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei der Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen betont, dass dieses Ziel erreichbar und dringend nötig sei, um sich vor der Ausbreitung der infektiöseren Virus-Mutationen zu schützen.

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          Sowohl die Hospitalisierungsinzidenz als auch die Sieben-Tage-Inzidenz steigen weiter an. In Offenbach liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert 2000. Ein Totimpfstoff des Herstellers Novavax soll ab Ende Februar auch in Hessen verfügbar sein.

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