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Corona in Deutschland : 27.543 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz steigt

  • Aktualisiert am

Eine Pflegekraft steht im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten im künstlichen Koma auf der Interdisziplinären internistischen Intensivtherapiestation (ITS) der Universitätsmedizin Rostock. Bild: dpa

Das RKI hat in den vergangenen Stunden 1700 mehr neue Covid-19-Erkrankungen verzeichnet als vor einer Woche. Auch die Zahl der täglich erfassten Toten steigt an.

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          Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 27.543 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht vollständig übermittelt worden.

          Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 265 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 25.831 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 247 neue Todesfälle verzeichnet.

          Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 164,0. Am Vortag hatte das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit 161,1 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vorigen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

          In den letzten Wochen lag die Sieben-Tage-Inzidenz ausschließlich in Schleswig-Holstein kontinuierlich unter 100 je 100.000 Einwohner. Aktuell weist es einen Wert von 73,5 aus. Thüringen (223,2) und Sachsen (209,3) dagegen liegen deutlich über der bundesweiten Gesamtinzidenz. Alle anderen Bundesländer liegen zwischen 100 und 200.

          21,6 Prozent Erstimpfungen

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.245.253 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.865.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 81.158.

          Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 1,01 (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

          Laut RKI wurden seit dem 26.12.20 in Deutschland insgesamt 23.656.941 Impfungen verabreicht. Es wurden 21,6 Prozent der Bevölkerung einmal gegen Covid-19 geimpft, 6,9 Prozent wurden vollständig gegen Covid-19 geimpft.

          Am Samstag tritt die „Bundes-Notbremse“ in Kraft, die die dritte Corona-Welle brechen soll. Einer Änderung des entsprechenden Infektionsschutzgesetzes stimmte am Mittwoch eine Mehrheit im Bundestag zu, am Donnerstag passierte es den Bundesrat und wurde von Bundespräsident Steinmeier unterzeichnet. Damit sollen bundeseinheitliche Regelungen gelten für Landkreise, die über drei Tage über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 liegen. Am Freitag äußern sich Gesundheitsminister Spahn und RKI-Vizepräsident Schaade zur epidemiologischen Lage in Deutschland.

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