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Corona in Deutschland : Weniger Neuinfektionen – Inzidenz geht weiter zurück

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Ärzte und Pfleger in einem mit Corona-Patienten belegten Zimmer der Intensivstation des Asklepios Klinikums Langen. Bild: Lucas Bäuml

Das Robert Koch-Institut hat binnen eines Tages 12.656 Corona-Neuinfektionen registriert, das sind deutlich weniger als in der Vorwoche. Die Zahl der Toten lag mit 127 jedoch höher als am vergangenen Sonntag.

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          Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.656 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.37 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.290 gelegen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

          Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 118,6. Am Vortag hatte sie bei 121,5, in der Vorwoche 146,5 gelegen. Die Inzidenz geht seit etwa zwei Wochen ziemlich kontinuierlich zurück. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 127 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 110 Tote gewesen.

          In den Bundesländern geht die Inzidenz teilweise deutlich zurück. Am höchsten liegt sie weiterhin in Thüringen mit 180, am niedrigsten in Schleswig-Holstein mit genau 50. Die Hälfte der 16 Bundesländer weist einen Wert von weniger als 100 aus.

          In der vergangenen Woche sank die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals wieder in allen Altersgruppen. Beim Großteil der Fälle ist der Infektionsort nicht bekannt. Covid-19-bedingte Ausbrüche betreffen insbesondere private Haushalte, aber auch das berufliche Umfeld sowie Kitas und Schulen, während die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen hat.

          Fast 3,2 Millionen haben Corona überstanden

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.520.329 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.159.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84.775.

          Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagnachmittag bei 0,91 (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

          Insgesamt ist die zuerst in Großbritannien nachgewiesene Virus-Variante VOC B.1.1.7 inzwischen in Deutschland der vorherrschende Covid-19-Erreger. Das ist besorgniserregend, weil die VOC B.1.1.7 nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten. Zudem vermindert die zunehmende Verbreitung und Dominanz der VOC B.1.1.7 die Wirksamkeit der bislang erprobten Infektionsschutzmaßnahmen erheblich.

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