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Bis Mitte Januar : RKI empfiehlt sofortige „maximale Kontaktbeschränkungen“

Kontakte sollten angesichts der Corona-Lage so weit wie möglich eingeschränkt werden, empfiehlt das RKI. (Symbolbild) Bild: dpa

In der aktualisierten Fassung seines Strategiepapiers fordert das Robert-Koch-Institut Maßnahmen, die zum Teil deutlich über die Pläne der Bund-Länder-Runde hinausgehen. So sollen etwa Restaurants geschlossen werden.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Kurz vor der Bund-Länder-Spitzenrunde hat das Robert-Koch-Institut weitreichende Einschränkungen zum Schutz vor der Corona-Variante Omikron empfohlen. Angesichts der aktuellen Gefahren seien ab sofort „maximale Kontaktbeschränkungen“ nötig, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten aktualisierten Fassung der RKI-Corona-Strategie. Das Institut listet darin eine Reihe von Maßnahmen auf, die sofort beginnen und zunächst bis Mitte Januar beibehalten werden sollten.

          Zu den Kontaktbeschränkungen heißt es konkret, dass in Innenräumen die Zahl der Personen auf maximal zehn Personen beschränkt werden soll. Dabei zählen alle Personen außer vollständig Geimpfte mit Auffrischimpfung zählen mit, für sie empfiehlt das Institut eine Gruppengröße von maximal 15 Personen. In Außenbereichen nennt das RKI demnach 50 bzw. 75 Menschen als Obergrenze. 

          Der Beschlussentwurf für das Bund-Länder-Treffen sieht an dieser Stelle bislang vor: private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen nur noch mit maximal 10 Personen zu erlauben. „Diese Obergrenze gilt für private Treffen innen wie im Außenbereich. Kinder bis zur Vollendung des 14 Jahres sind hiervon ausgenommen.“ Die Regelung soll allerdings erst ab dem 28. Dezember greifen.

          Weihnachtsferien von Schulen und Kitas verlängern

          Das Strategiedokument nennt zudem einige konkrete Empfehlungen der RKI-Experten, die zum Teil deutlich über die Pläne der Bund-Länder-Runde hinausgehen: so etwa die Verlängerung der Weihnachtsferien von Schulen und Kitas; die Schließung auch von Restaurants, Bars und Sportstätten im Innenbereich sowie die Umstellung des Unterrichts in Universitäten und anderen Hochschulen auf Distanzunterricht.

          Gefordert werden zudem eine maximale Geschwindigkeit bei der Impfung der Bevölkerung, eine Reduzierung des Reisens auf das „unbedingt Notwendige“ sowie eine „intensive Begleitkommunikation zum Verständnis der Maßnahmen“.

          Erste Analysen des RKI hätten gezeigt, „dass Omikron bereits Anfang Januar 2022 die Mehrzahl der Infektionsfälle in Deutschland und mehrere zehntausend Infektionsfälle täglich ausmachen kann“, heißt es in dem Papier. Unter den derzeitigen Bedingungen liege die Verdopplungszeit in Deutschland bei etwa drei Tagen.

          Bei den Empfehlungen handelt es sich um die erste Aktualisierung der RKI-Corona-Strategie seit drei Monaten. Die Neufassung sei nötig geworden, weil „durch diese Variante mit einer Infektionswelle von bisher noch nicht beobachteter Dynamik gerechnet werden muss“, heißt es in dem Papier. 

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