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Coronavirus in Deutschland : Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 17

  • Aktualisiert am

Menschen in Berlin warten in der Schlange eines mobilen Impfteams. Bild: dpa

Das Robert Koch-Institut meldet mit 2454 neuen Corona-Fällen abermals mehr Ansteckungen als vor einer Woche. Der Lagebericht zeigt zudem, in welchen Urlaubsländern es zu den meisten Infektionen kommt.

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          Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter: Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI), dass sie auf 17,0 gestiegen ist. Einen Tag vorher hatte der Wert noch bei 16,0 gelegen. Insgesamt wurden dem RKI innerhalb von 24 Stunden 2454 neue Fälle von den deutschen Gesundheitsämtern gemeldet, vor einer Woche waren es 2089 Fälle gewesen. Dem RKI wurden am Donnerstag außerdem 30 neue Todesfälle gemeldet, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stehen. Dieser Wert hatte vor einer Woche bei 34 gelegen. 

          Corona-Ansteckungen, die wahrscheinlich auf Reisen passiert sind, spielen laut dem RKI eine zunehmende Rolle beim derzeitigen Infektionsgeschehen in Deutschland. In der Zeit vom 28. Juni bis 25. Juli sind demnach 3662 Fälle gemeldet worden, in denen die Betroffenen dem Virus wahrscheinlich im Ausland ausgesetzt waren.

          Als wahrscheinliche Infektionsländer in den vier betrachteten Wochen wurden Spanien, die Türkei und die Niederlande am häufigsten genannt, vor Kroatien und Griechenland. Ein besonders starker Zuwachs seit Mitte Juli ist für die Türkei verzeichnet, hier verdoppelte sich die Zahl der pro Woche erfassten Fälle ungefähr. Mit Frankreich, Italien, Österreich und Dänemark stehen weitere beliebte Reiseziele auf den ersten zehn Plätzen der Liste.

          Eine Corona-Ausbreitung durch heimkommende Sommerurlauber soll durch neue Regeln für die Einreise nach Deutschland gebremst werden. Auf breitere Testpflichten müssen sich nach einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vor allem Nicht-Geimpfte einstellen.

          Der überwiegende Anteil der Corona-Übertragungen finde allerdings weiterhin innerhalb Deutschlands statt, betont das RKI – die Rede ist von mindestens 81 Prozent. Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsland liegen bei weitem nicht bei jedem Fall vor.

          In Deutschland und dem europäischen Ausland sind dem Bericht zufolge als besorgniserregend eingestufte Virusvarianten vorherrschend. Hierzulande wird die deutlich ansteckendere Delta-Variante in einer Stichprobe mittlerweile in rund neun von zehn Fällen gefunden (91 Prozent). Der Anteil war über Wochen teils sehr rasch gewachsen.

          Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt laut RKI derzeit vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 10 und 34 Jahren. Die mit Abstand höchsten Werte werden für die Vorwoche bei den Untergruppen der 15- bis 19-Jährigen mit 40 und bei den 20- bis 24-Jährigen mit 45 verzeichnet. Vor allem die Menschen ab 60, bei denen die Impfquote höher ist als bei Jüngeren, sind bislang von dem deutlichen Anstieg verschont.

          Da die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen insgesamt noch niedrig sei, könnten Gesundheitsämter viele Infektionsketten nachvollziehen, hält das RKI fest.

          Weiter setzt sich laut RKI der Rückgang der Zahl von Krankenhaus- und Intensivstation-Fällen mit Covid-19 nicht fort. Stattdessen sei der Anteil von Patienten mit dieser Diagnose an allen Fällen mit schweren Atemwegsinfektionen vergangene Woche wieder leicht angestiegen. „Insgesamt liegen die Werte zurzeit aber auf einem niedrigen Niveau.“

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