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RKI-Zahlen : Corona-Inzidenz sinkt auf 5,4 – doch Delta droht

  • Aktualisiert am

Schüler nehmen Anfang Januar am Präsenzunterricht in einer Schule in Berlin teil. Bild: Christoph Soeder/dpa

Die Zahlen sinken weiter, auf 404 Corona-Neuinfektionen und 57 Todesfälle. Weil sich aber zugleich die Delta-Variante ausbreitet, fordern die Gemeinden Tempo bei der Umrüstung der Schulen.

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          Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 404 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,4 an (Vortag: 5,6; Vorwoche: 8,0).

          Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 57 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 77 Tote gewesen. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg damit auf 90.819.

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.727.333 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.622.600 an.

          Der Sieben-Tage-R-Wert lag dem RKI zufolge am Montagnachmittag bei 0,79 (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 79 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

          Schulen müssen sich auf Delta-Variante einstellen

          Derweil greift die hochinfektiöse Delta-Variante greift des Coronavirus weiter um sich. Laut RKI-Chef Lothar Wieler dürfte ihr Anteil an allen Neuinfektionen in Deutschland schon bei 50 Prozent liegen.

          Angesichts dieser rasanten Ausbreitung dringt der Städte- und Gemeindebund auf eine schnelle Umrüstung der Schulen. „Mit Blick auf die Zeit nach den Sommerferien müssen in den Schulen schnellstmöglich die notwendigen organisatorischen und räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um eine erneute Schließung zu verhindern“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Diese Forderung dürfte sich unter anderem auf Luftfilter in Klassenzimmern beziehen.

          „Dies ist umso dringlicher, als dass der überwiegende Teil der Kinder nicht unter die Impfempfehlung der Stiko fällt“, sagte Landsberg den Blättern. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission würde das Problem auch nur teilweise lösen, da für Schülerinnen und Schüler unter zwölf Jahren und auch für Kita-Kinder noch kein Impfstoff zugelassen worden sei.

          Um die Hygienemaßnahmen an den Schulen effektiv umzusetzen, brauchten die Kommunen als Schulträger eine Finanzierungszusage durch Bund und Länder, forderte Landsberg. Dabei solle auf zeitintensive Förderprogramme verzichtet werden. „Wir müssen uns immer wieder klar machen, dass wir uns nach wie vor in einem Wettlauf mit dem Virus befinden und dementsprechend keine Zeit zu verlieren haben.“

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