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Coronapandemie in Deutschland : Sieben-Tage-Inzidenz erreicht nächsten Höchstwert von 1073

  • Aktualisiert am

Eine Mitarbeiterin des PCR Testlabors des Robert Bosch Krankenhauses in Stuttgart bereitet PCR Tests vor. Bild: dpa

Das Robert-Koch-Institut meldet 190.148 Neuinfektionen – 35,7 Prozent mehr als vor einer Woche. Weitere 170 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Intensivmediziner warnen vor steigenden Patientenzahlen durch Omikron.

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          Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat abermals einen Höchstwert erreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 1073,0 an. Am Donnerstag hatte der Wert bei 1017,4 gelegen, am Freitag vergangener Woche bei 706,3. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

          Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden betrug nach Daten der Gesundheitsämter am Freitag 190.148 – nach 203.136 am Vortag und 140.160 am Freitag vergangener Woche.

          Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden am Freitag 170 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

          Es gibt weiterhin große regionale Unterschiede bei der Sieben-Tage-Inzidenz. In Berlin steht die Inzidenz bei 1829,4 (in Berlin Tempelhof-Schöneberg bei 3192,2). In Sachsen (546,4) und Thüringen (402,2) sind die Inzidenz-Werte weitaus niedriger.

          Steigende Krankenhauseinweisungen

          Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Laut dem aktuellen RKI-Bericht vom Donnerstag lag die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit bei 4,64. Damit zog der Wert nach einigen Wochen der Stagnation zuletzt wieder deutlich an.

          Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, sagte der „Rheinischen Post“, dass er mit Blick auf die „sehr hohen Inzidenzen“ damit rechne, dass „die generelle Zahl der Patienten doch wieder deutlich steigen kann und sicherlich auch wird“. Eine Ansteckung mit der Omikron-Variante verlaufe zwar häufig milder als mit der Delta-Variante, aber: „Wir sprechen hier nicht von einem Schnupfen", betonte Marx. „Es wird schwerwiegende Verläufe und auch Tote geben."

          Fast jeder dritte Corona-Test positiv

          Im jüngsten Wochenbericht vom Donnerstag wies das RKI darauf hin, dass in der vergangenen Woche in Deutschland 32 Prozent der gemeldeten Corona-Tests positiv ausfielen. In der Vorwoche waren es noch 24 Prozent. Aufgrund des „massiven“ Anstiegs des „Infektionsdrucks“ gibt es schon länger Befürchtungen, dass die registrierten Infektionszahlen nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen abbilden.

          Das RKI erklärte dazu: „Auch wenn nicht mehr jeder Einzelfall im Meldesystem erfasst wird“, sei durch ergänzende Indikatoren „eine zuverlässige Einschätzung der Gesamtentwicklung“ möglich. Für die Lagebewertung in der aktuellen Situation der Pandemie stehe zudem „nicht die Erfassung aller Infektionen durch SARS-CoV-2, sondern die Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen im Vordergrund“.

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