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Innerdeutsche Risikogebiete : Schleswig-Holstein warnt vor Berlin

  • Aktualisiert am

Rapide steigen die Corona-Neuinfektionen in Berlin Bild: dpa

Erfahrungsgemäß melden weniger Gesundheitsämter am Sonntag neue Corona-Infektionen. Trotzdem liegt die Zahl bei 2279. Schleswig-Holstein weist drei innerdeutsche Risikogebiete aus - in Berlin.

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          Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag eine vergleichsweise etwas niedrigere Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 2279 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

          Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 299.237 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 4.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9529. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet.

          Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,10 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

          Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Freitag bei 1,13 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

          In einigen Städten und Bezirken lag die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, bei über 50. Nach Angaben der Berliner Senatsverwaltung war das am Samstag der Fall für Berlin-Mitte (61,7) und Berlin-Neukölln (56,7). In der Stadt Hamm lag der Wert am Freitag laut Robert Koch-Instituts bei 94,4, in Remscheid bei 50,5.

          Schleswig-Holstein hat nun nach dem Bezirk Berlin-Mitte auch Berlin-Neukölln wegen der hohen Corona-Infektionszahlen als Risikogebiet im Inland ausgewiesen. Das sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Kiel. Bereits seit Ende Juni weist das nördliche Bundesland auch Regionen innerhalb Deutschlands als Risikogebiete aus. Für Urlauber oder Urlaubs-Rückkehrer hat das zur Folge, dass sie sich sofort 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen müssten. Auch die Städte Hamm und Remscheid - beide in Nordrhein-Westfalen - gelten in Schleswig-Holstein als Risikogebiete.

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