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Corona-Testzentrum : Registrieren, anstellen, los

Lange Schlange vor dem Testzentrum: Reisenden und Bürger aus dem Umland warten auf den Abstrich. Bild: Helmut Fricke

Am Frankfurter Flughafen kann man sich auf Corona testen lassen. Ob sich aber alle testen lassen, die müssten, bleibt fraglich.

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          Zum Corona-Test musst du nicht gehen, der Test kommt zu dir! Na ja, fast. Am Frankfurter Flughafen jedenfalls halten freundliche Mitarbeiterinnen von Centogene, dem Unternehmen, das die Corona-Tests durchführt, den Reisenden Flyer unter die Nase. Steht alles drauf, sagt die Frau, einfach auf der Website registrieren, anstellen, und los. Muss ich verreisen? Ein Flugticket vorzeigen? Alles nicht nötig. Wer die 139 Euro für den Express-Test (Ergebnis nach drei Stunden) oder 59 Euro für den Basis-Test (Ergebnis nach sechs bis neun Stunden) zahlt, darf sich testen lassen. So einfach geht’s!

          Johanna Dürrholz
          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Das ist dann doch etwas leichter erklärt als umgesetzt, immerhin ist die Schlange lang und die Luft schwül in den Hallen des Frankfurter Flughafens – und dann noch: „Wir weisen Sie darauf hin, dass ein Mund-Nasen-Schutz im Flughafengebäude Pflicht ist.“ Durchsagen in Zeiten von Corona. Eine Frau in der Schlange trägt die Maske am vergangenen Mittwoch lässig unter die Nase geschoben, den Blick fest aufs Handy geheftet. Sie verzieht keine Miene. „Bitte halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand.“ Auch der ist hier nicht eingehalten. Sich in der Schlange für den Corona-Test mit Corona anstecken, das wäre dann vielleicht auch Ironie des Schicksals.

          Brigitte von Ceumern steht mit ihrem Mann und einer Freundin gegenüber dem Testzentrum. Warten sie auf ihre Ergebnisse? „Nein, auf Reiserückkehrer, die lassen sich testen.“ Seit über zwei Stunden warten sie schon – und sind ganz schön fertig, vom vielen Stehen. „Da ist ein älterer Herr dabei, und es gibt keinen Stuhl“, meint von Ceumern besorgt. Auch sie selbst würde sich gern hinsetzen, in der Halle nebenan sind lauter Bänke, aber: alles abgesperrt. Und noch etwas macht ihr Sorge: Man soll keine Flüssigkeiten zu sich nehmen vorm Test. Wenn ihr Freund rauskommt, kriegt er sofort was zu trinken.

          Keine flächendeckenden Kontrollen bei der Testpflicht

          1500 Personen werden im Testzentrum am Frankfurter Flughafen zurzeit täglich getestet. Es lassen sich nicht nur Reisende testen. Es kämen auch viele Menschen aus dem Frankfurter Umland zum Test, heißt es beim Unternehmen Centogene. Die Kapazitäten sind skalierbar – wenn die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten in dieser Woche in Kraft tritt, wird aufgestockt. „Die Testkapazitäten können wir kurzfristig personell ausbauen“, sagt Volkmar Weckesser von Centogene. Mehr als 50.000 Abstrichspatel am Tag könnten abgerufen werden. Man sei zudem mit dem Flughafen über die Anmietung weiterer Flächen im Gespräch. Reiserückkehrer sollen beim Testen allerdings nicht vorrangig behandelt werden.

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