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Rechtsmediziner-Interview : „Es gibt sehr viele Todesursachen im Zusammenhang mit Corona“

Ein Arzt bereitet in einem Korridor im Krankenhaus von Lausanne Betten für eine mögliche Ankunft neuer Covid-10-Patienten vor. Bild: dpa

Rechtsmediziner Klaus Püschel hält nichts von der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, Obduktionen bei Covid-19-Toten eher zu vermeiden. Um die Krankheit zu verstehen, seien Obduktionen das beste Mittel. Was er dabei gelernt hat? Ein Interview.

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          Herr Professor Püschel, Sie sind Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg. Wie ist die Situation bei Ihnen am Klinikum?

          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Wir stellen jetzt eine deutliche Zunahme der Corona-Todesfälle fest.

          Warum?

          Es gibt mehr Kranke und Infektionsfälle auf den Intensivstationen, und mehr Fälle in Alten- und Pflegeheimen. Da gibt es dann auch mehr schwere Verläufe und Todesfälle.

          Müssen Sie besondere Sicherheitsmaßnahmen beachten, wenn Sie Opfer von Covid-19 untersuchen – und haben Sie genug Schutzmaterialien?

          Wir haben dieselben Bedingungen, die wir auch sonst bei infektiösen Verstorbenen haben. Da stellt die Corona-Infektion keine Besonderheit dar. Und ja, wir haben ausreichend Vorrat an der üblichen Schutzausrüstung und können alle Fälle routinemäßig untersuchen.

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