https://www.faz.net/-guw-aazle

Ausgangssperre : Abends nicht mehr raus, oder?

Die menschenleere Stuttgarter Innenstadt kurz vor dem Beginn der Ausgangssperre am Samstag. Bild: dpa

Joggen und Spazierengehen ist noch bis 24 Uhr erlaubt, aber was ist mit Radfahren, Gassi gehen und einkaufen? Wir haben uns umgehört.

          1 Min.

          Seit Samstag gilt mit dem geänderten Infektionsschutzgesetz die nächtliche Ausgangssperre. Die Regeln sind noch nicht bis ins Detail ausformuliert. Wir haben stichprobenartig nachgefragt, was zwischen dem Beginn der Ausgangssperre (je nach Ort um 21 oder 22 Uhr) und 24 Uhr noch erlaubt ist.

          Fahrradfahren

          Katrin Hummel
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Ob jemand das Fahrrad als Sportgerät nutzt oder nicht, das können Sie nicht wirklich unterscheiden. Wenn jemand sagt, Sport mache ich immer im Sakko oder mit Handtasche, dann mag das etwas spleenig sein, aber wer will das Gegenteil beweisen?“ (Matthias Hasberg, Sprecher der Stadt Leipzig)

          „Ein Trikot ist nicht erforderlich, und ob man eine Handtasche dabeihat, ist auch unerheblich. Irgendwie muss man die Sache ja handhaben, und Radfahren ist körperliche Ertüchtigung.“ (Daniel Schaefer, Sprecher der Innenbehörde Hamburg)

          „Bei uns ist jeglicher Sport nach 22 Uhr verboten und Einkaufen auch, weil die Läden um 20 Uhr schließen.“ (Oliver Barnert, Polizei München)

          Gassi gehen

          „Es ist kaum zu kontrollieren, ob die Leute ihren eigenen Hund ausführen oder einen fremden. Dazu müssten die ja ihren Steuerbescheid mit sich führen, das macht doch keiner.“ (Leipzig)

          „Solange Sie alleine unterwegs sind, dürfen Sie einen Hund ausführen, egal, wem der gehört.“ (Hamburg)

          „Für uns ist es unerheblich, wem der Hund gehört. Wenn der Hund ein Geschäft macht auf dem Rückweg von einem verlängerten Besuch bei Freunden, dann wäre das ja schon im Sinne des Tierschutzes. Wir sind ja keine Unmenschen, die jeden Verstoß sofort sanktionieren.“ (München)

          „Sich nur einen Hund zu leihen ist nicht in Ordnung. Wir fragen die Leute aber nicht regelhaft nach den Besitzverhältnissen an dem Hund, den sie ausführen.“ (Robert Baumanns, Sprecher der Stadt Köln)

          Kurz vor Beginn der Ausgangssperre am Samstag in Berlin.
          Kurz vor Beginn der Ausgangssperre am Samstag in Berlin. : Bild: dpa

          Einkaufen

          „Wenn jemand um 23 Uhr mit einer Kiste Bier rumläuft und erklärt, dass er vom Einkaufen kommt, obwohl die Läden um 22 Uhr geschlossen haben, dann weiß ich nicht, ob die Kollegen ihm das glauben. Aber um 22.15 Uhr – das wäre zumindest denkbar. Da ist viel Fingerspitzengefühl erforderlich bei den Kollegen.“ (Leipzig)

          „Man wird Ihnen kein Bußgeld aufbrummen, wenn Sie um 21 Uhr mit dem Auto vor dem Supermarkt losfahren und um 21.30 zu Hause ausladen und den Einkauf dann auch glaubhaft darlegen können.“ (Hamburg)

          Weitere Themen

          Inzidenz steigt auf 13,8

          1387 Corona-Neuinfektionen : Inzidenz steigt auf 13,8

          Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut jetzt bei 13,8, am Vortag hatte sie bei 13,6 gelegen. Angesichts der steigenden Fallzahlen fordern die Kommunen einen Plan, wie sich Deutschland der vierten Welle der Pandemie stellen will.

          Topmeldungen

          Am 17. Juli in Erftstadt: Armin Laschet ist lachend zu sehen, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Pressestatement gibt.

          Laschet und die Flut : Das Lachen des Landesvaters

          Als das Wasser kam, wollte der Kanzlerkandidat der Union helfen, zuhören – und vielleicht auch Wahlkampf treiben. Dann wuchs der Druck und alles kam anders.
          In der Kindheit sollte man lernen, mit Geld umzugehen – das Konzept Taschengeld kann dabei helfen.

          Die Vermögensfrage : Warum Kinder Taschengeld brauchen

          Jedes Kind hat im Laufe seiner Jugend den Wunsch, etwas zu kaufen, mit dem die Eltern nicht einverstanden sind. Dafür gibt es Taschengeld. Außerdem ist es eine sehr gute erste Möglichkeit, den Umgang mit Geld zu lernen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.