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In die Illegalität gedrängt : Bedeutet die Pandemie das Ende der Prostitution?

Liebevoll dekoriert: Jedes Zimmer im Bordell „Lauras Girls“ ist thematisch unterschiedlich eingerichtet. Bild: Frank Röth

Wegen Corona sind die Bordelle geschlossen. Sollte das so bleiben? Ja, findet eine SPD-Politikerin und fordert ein Sexkaufverbot. Nein, sagt eine Bordellbetreiberin – Prostituierte müssten ohne Bordelle in prekären Verhältnissen arbeiten.

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          Ein rosafarbener Flachbau im Industriegebiet von Speyer: Das ist „Lauras Girls“, das Reich von Laura, einer kleinen Frau mit strengem Dutt und Perlenohrringen. Laura war mal Prostituierte, heute ist sie Bordellbetreiberin. Sie hat in ihr Bordell mit den dunklen Tapeten und flauschigen Teppichen geladen, weil sich immer mehr Abgeordnete aus Union und SPD für ein Sexkaufverbot aussprechen. Also dafür, Freier zu kriminalisieren, nicht aber die Prostituierten. „Das ist genauso zynisch, wie zu sagen: Du darfst die Bar aufmachen, aber jeder, der ein Bier kauft, wird bestraft“, sagt die Bordellbetreiberin. Prostitution verschwinde nicht durch ein Verbot, sondern werde nur in die Illegalität gedrängt.

          Leonie Feuerbach
          Redakteurin in der Politik.

          Knapp 700 Kilometer – und eine ganze Welt – von „Lauras Girls“ entfernt liegt im Berliner Regierungsviertel das Abgeordnetenbüro von Leni Breymaier. Die SPD-Politikerin, kurze Haare, Brille mit rotem Rahmen, sagt, es würden ja auch Diebstähle begangen, obwohl es gegen das Gesetz verstoße: „Es geht doch auch darum, zu zeigen, was wir als Gesellschaft richtig und falsch finden.“ Für Breymaier ist klar: Prostitution ist falsch. „Es schadet der Gesellschaft und allen Bemühungen, Gleichberechtigung herzustellen.“

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