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Das Post-Covid-Syndrom : Genesen, aber nicht gesund

  • -Aktualisiert am

Jördis Frommhold, Leiterin der Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien (rechts) der Median-Rehaklinik in Heiligendamm im Gespräch mit Patientin Annemarie Sigle. Bild: Jens Gyarmaty

Noch immer unterschätzt: Die Spätfolgen von Covid-19 sind hartnäckig und zehren an der Psyche. Dabei ist völlig unklar, wen es trifft.

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          Die Corona-Pandemie ist eine Zahlenschlacht. Als Gradmesser für Erfolg und Misserfolg im Kampf gegen das Virus gilt die Statistik. Das Robert-Koch-Institut zählte am Montag: 285.332 bereits Infizierte, davon 9460, die mit dem Virus verstorben sind. Auf der anderen Seite aber auch: ungefähr 250.800 Genesene. Das ist die Zahl, die man gerne hört. Denn wen die Statistik als genesen führt, so meint man, der kann aufatmen. Das sind laut RKI all diejenigen, deren Infektion vor mehr als zwei Wochen gemeldet wurde, jedenfalls sofern sie nicht ins Krankenhaus eingewiesen oder, natürlich, als Todesfall gemeldet wurden.

          Auf viele Patientinnen und Patienten von Jördis Frommhold trifft all das zu. Sie haben das Coronavirus gehabt, sind mittlerweile virenfrei, gelten offiziell als geheilt. Und trotzdem sind sie nicht gesund. In der Median-Rehabilitationsfachklinik in Heiligendamm leitet Frommhold die Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien. Normalerweise hat sie es dort mit andauernden Beschwerden nach Lungenoperationen und Lungenentzündungen zu tun, mit Allergikern und Asthmatikern, die sich in der Klinik an der Ostsee erholen.

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