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Olympia in Tokio : Es gibt keinen Plan B

Tokio 2020: Olympischer Schnappschuss mit Sicherheitsmaske Bild: AP

Womöglich tragen weit mehr Japaner als vermutet das Coronavirus in sich. Die Organisatoren für die Olympischen Spiele 2020 sehen dennoch keinen Grund für einen Notfallplan.

          3 Min.

          In weniger als sechs Monaten beginnen am 24. Juli in Tokio die Olympischen Spiele. Eigentlich ist das die Zeit der letzten Vorbereitungen, der letzten Tests, ein wenig auch der Vorfreude. Doch die von China ausgehende Coronavirus-Epidemie lässt dunkle Wolken über dem Sportfest aufziehen. Am Donnerstag meldete Japan die erste Tote, die mit dem Virus infiziert war. Noch beunruhigender ist, dass der Infektionsweg zu der Frau in ihrem neunten Lebensjahrzehnt nicht mehr eindeutig ist.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Innerhalb Japans ist die Zahl der direkten Infektionsfälle mit 37 zwar gering, sieht man von dem unter Quarantäne liegenden Kreuzfahrtschiff Diamond Princess in Yokohama ab. Doch mehrere neue Infektionsfälle der vergangenen Tage in Japan lassen die Behörden rätseln, wo die Patienten sich den Virus eingefangen haben. Ein direkter Bezug zur chinesischen Provinz Hubei, dem Epizentrum der Virusinfektionen, ist nicht mehr nachweisbar. Fachleute schließen nicht mehr aus, dass weit mehr Japaner als bisher vermutet den Virus schon in sich tragen. „Wir können es nicht mehr eindämmen, aber die Ausbreitung verlangsamen“, sagte Hiroshi Oshitani, ein Virologe von der Tohoku-Universität, der Nachrichtenagentur Reuters.

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