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Nach Oktoberfest-Absage : Schausteller befürchten Aus weiterer Volksfeste

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Stadtfest mit Hygienekonzept: Im vergangenen Jahr freuten sich Schausteller und Besucher über den Frankfurter „Herbst in der Stadt“. Bild: Lucas Bäuml

Der Deutsche Schaustellerbund warnt Veranstalter davor, die Wiesn als Maßstab zu nehmen und auch andere Volksfeste voreilig abzusagen. Die Schausteller seien jedenfalls jederzeit startklar.

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          Die coronabedingte Absage des Oktoberfests darf nach Ansicht des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) nicht automatisch das Aus aller deutschen Volksfeste bedeuten. Die Wiesn sei weltweit das Aushängeschild und Flaggschiff der deutschen Volksfeste, kein anderes Fest sei in den Medien so präsent, erläuterte der DSB am Montag.

          Das Oktoberfest sei nicht repräsentativ für die 9750 anderen deutschen Volksfeste und Kirmessen, sondern „ein Fest der Superlative“. Kein anderes deutsches Volksfest ziehe so viele Besucher – sechs Millionen – in seinen Bann, sei Magnet für Millionen Touristen aus ganz Europa, Südostasien und den USA – und begrüße bis zu 400.000 Gäste an einem einzigen Tag.

          Das familienorientierte deutsche Volksfest hingegen wende sich mit seinem vielfältigen Angebot an die Einheimischen und die Gäste aus dem nahen Umland. Veranstalter sollten diese Unterschiede berücksichtigen. „Die Absage des Oktoberfestes darf kein Indikator dafür sein, um andere Volksfeste in Deutschland voreilig abzusagen“, sagte DSB-Präsident Albert Ritter.

          Die Veranstalter sollten für unvermeidliche Absagen den letztmöglichen Zeitpunkt nutzen. „Wir sind jederzeit startklar, können in der Regel binnen weniger Tage auf dem Festplatz erscheinen und das Fest aufbauen“, sagte Ritter.

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