https://www.faz.net/-guw-9xs11

Zahl der Neuinfektionen : Ökonomen sehen Anzeichen für Abflachen der Corona-Kurve

Fraglich: Auch ein Mangel an Testmöglichkeiten kann die veröffentlichte bestätigte Zahl an Neuinfektionen beeinflussen Bild: Reuters

Geht die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland langsam zurück? Ökonomen sehen Anzeichen dafür. Sie blicken aber schon auf das Ende dieser Woche.

          1 Min.

          Wirtschaftswissenschaftler der Universitäten Mainz und Regensburg sehen Anzeichen dafür, dass die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland langsam zurückgeht. Das Team um Klaus Wälde hat eine statistische Methode aus der Arbeitsmarktforschung auf die Zahlen angewandt, die das Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Demnach ist die Steigerungsrate der Infektionen von Montag bis Freitag vergangener Woche von zuvor durchschnittlich 27 Prozent auf 21 Prozent je Tag gesunken. Wegen der von Bund und Ländern zusätzlich beschlossenen Vorkehrungen bestehe die Hoffnung, dass die Zuwachsrate weiter abnehme.

          Bis die Betroffenen beim Arzt waren

          Laut Wälde muss bis Ende dieser Woche abgewartet werden, um mit Sicherheit sagen zu können, dass ein Rückgang der Neuansteckungen auf den Einschränkungen beruhe, die vom 13. bis zum 16. März beschlossen worden seien. Dazu gehören die Absage von Bundesligaspielen sowie die Schließung von Schulen und Kitas.

          F.A.Z.-Newsletter „Coronavirus“

          Die ganze Welt spricht über das Coronavirus. Alle Nachrichten und Analysen über die Ausbreitung und Bekämpfung der Pandemie täglich in Ihrem E-Mail-Postfach.

          Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

          Die Forscher haben ihren Berechnungen die übliche Inkubationszeit von etwa fünf Tagen zugrunde gelegt und einen weiteren Zeitraum von rund drei Tagen, bis die Betroffenen beim Arzt waren und die eventuelle Erkrankung dem Robert-Koch-Institut gemeldet worden ist.

          „Selbst wenn die gemessenen Wachstumsraten an dem ein oder anderen Tag deutlich niedriger liegen sollten, muss das kein systematischer, also andauernder Effekt sein“, hebt der Volkswirtschaftler Wälde hervor. Einzelne Werte könnten stark durch Zufallseinflüsse bestimmt sein, zum Beispiel mehr oder weniger verfügbare Testkapazitäten oder Messfehler. Wälde nimmt an, dass am Freitag mit einer Sicherheit von 95 Prozent gesagt werden könne, ob die von Bund und Ländern am 13. März getroffenen Entscheidungen wirksam seien.

          Weitere Themen

          Antikes Mosaik in Norditalien entdeckt Video-Seite öffnen

          Spektakulärer Fund : Antikes Mosaik in Norditalien entdeckt

          Auf der Suche nach einer Villa aus der Römer-Zeit haben Archäologen in der Nähe von Verona in Norditalien ein außergewöhnlich gut erhaltenes antikes Mosaik entdeckt. Die Qualität, die Farben und der Zustand des Mosaiks lassen Experten jubeln.

          Topmeldungen

          Machtkampf um VW : Der heimliche Regent von Wolfsburg

          Betriebsrat Bernd Osterloh hat schon viele Vorstandschefs von Volkswagen erlebt und den einen oder anderen auch zu Fall gebracht. Jetzt zählt er den nächsten an.

          Corona : So sieht die deutsche Warn-App bei Android und iOS aus

          Es wird wohl noch ein paar Wochen dauern, bis die Corona-Warn-App tatsächlich verfügbar ist. SAP und Telekom-Tochter T-Systems veröffentlichten aber bereits eine Homepage, auf der Nutzer erste Eindrücke gewinnen können.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.