https://www.faz.net/-guw-9xnxp

Notstand in Italien : 475 Tote an einem einzigen Tag

Armeelastwagen statt Leichenwagen: in Bergamo werden Särge abstransportiert. Bild: Reuters

In Italien sind inzwischen mehr Menschen ums Leben gekommen als in China. Vielerorts werden deshalb noch schärfere Maßnahmen gefordert. Die Volksrepublik schickt Ärzte und medizinische Hilfsgüter. Das gefällt nicht jedem.

          7 Min.

          So schlimm war es nicht einmal in China zu den schlimmsten Zeiten der Epidemie: An einem einzigen Tag sind in Italien 475 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die erschreckende Zahl nannte der Chef des Zivilschutzes, Angelo Borrelli, am Mittwochabend bei seiner täglichen Pressekonferenz. Bereits am folgenden Tag erreichte Italien schließlich bei der Gesamtzahl der Todesopfer den Spitzenplatz noch vor China: Die Gesamtzahl der Opfer seit Ausbruch der Epidemie vom 20. Februar in der Stadt Codogno nahe Mailand erreichte am Donnerstag 3405.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          In China starben bis Donnerstagabend 3245 Menschen an der Krankheit Covid-19, doch die Zahl der Neuinfektionen ist in der Volksrepublik seit Wochen rückläufig. In Wuhan werden die in aller Eile errichteten Notlazarette inzwischen wieder abgebaut. Dagegen treibt man in Mailand, der Hauptstadt der von der Epidemie besonders betroffenen norditalienischen Region Lombardei, die Eröffnung eines Notkrankenhauses für Covid-19-Patienten in zwei Messehallen der Stadt mit aller Kraft voran.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Verurteilter Vergewaltiger : Wer ist der Verdächtige im Fall Maddie?

          Christian B. stammt aus Würzburg und verbüßt gerade eine Haftstrafe in Kiel. Aus Gerichtsberichten lässt sich das Leben eines Mannes nachzeichnen, der immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geriet – und durch brutale Taten auffiel.
          Keir Starmer, Vorsitzender der Labour-Partei, spricht vor seinem Haus mit Journalisten.

          Labour-Chef teilt aus : Frontalangriff auf Boris Johnson

          In der nationalen Krise scheute sich die britische Opposition lange davor, zu viel Kritik am Premierminister zu üben. Doch jetzt holt Labour-Chef Keir Starmer den Säbel raus.
          Betrachtet man Pornographie als eine Droge, handelt es sich um eine, die so leicht verfügbar ist wie nie zuvor. (Symbolbild)

          Porno-Sucht : Den Sex zu zweit muss er erst lernen

          Martin Beck war sein halbes Leben lang süchtig nach Pornos. Jetzt will er widerstehen. Und sucht nach dem richtigen Umgang mit Ecken des Internets, aus denen er sich eigentlich fernhalten will.