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In den Niederlanden : „Sex-Buddy“-Ratschlag für Singles

  • Aktualisiert am

Liebe in Zeiten von Corona: Für Singles stellt die Pandemie eine zusätzliche Herausforderung dar. (Symbolfoto) Bild: dpa

Mit einem Hinweis auf ihrer Internetseite sorgt die niederländische Gesundheitsbehörde für Aufregung. Alleinstehende sollten sich während der Corona-Pandemie einen festen Sex-Partner suchen. Nun rudert die Behörde zurück.

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          Für Singles stellt die Corona-Pandemie eine zusätzliche Herausforderung dar. Wie soll man sich in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Abstandsgeboten näherkommen? Diese Frage diskutierten zu Beginn dieser Woche auch die Mitarbeiter der niederländischen Gesundheitsbehörde. Ein Vorschlag sorgte in dem Land für besonders viel Aufsehen.

          Auf seiner Homepage hatte das nationale Institut für öffentliche Gesundheit (Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu; kurz: RIVM) Alleinstehenden dazu geraten, sich während der Pandemie einen festen Sexualpartner („seksbuddy“) oder einen „Schmusekumpel“ („knuffelmaatje“) zu suchen. Damit solle das Risiko der Verbreitung eingedämmt und gleichzeitig dem Wunsch vieler Singles nach „physischem Kontakt“ entsprochen werden. Voraussetzung hierfür: beide Partner müssten frei von Beschwerden sein. Zudem riet das RIVM den Singles, Absprachen zu treffen, wie viele Personen man sieht.

          Am Samstag passte das dem Gesundheitsministerium angegliederte Institut den Text auf der Seite allerdings an. Nun heißt es dort lediglich: „Es ist verständlich, dass Sie als Single auch physischen Kontakt haben möchten. Es ist besonders wichtig, dass sie bei Sex und Intimität das Risiko so klein wie möglich halten. Besprechen Sie gemeinsam, wie Sie das am besten gemeinsam tun können. Bitte beachten Sie die Regeln rund um das neue Coronavirus.“ Festen Paaren rät das RIVM dann von sexuellem Kontakt ab, wenn ein Partner aufgrund einer möglichen Infektion mit Sars-Cov-2 isoliert wurde. Denkbar seien alternativ auch Sex mit sich selbst oder mit anderen in der Ferne.

          Ein Sprecher des Instituts begründete die Änderungen damit, dass die Begriffe „Sex-Buddy“ und „Schmusekumpel“ falsch verstanden wurden. „Es scheint jetzt so, als haben wir die Suche nach einem 'Sex-Buddy' unterstützen wollen. Dies ist aber absolut nicht der Fall“, wird der Sprecher von „RTL Nieuws“ zitiert. Man habe lediglich darauf hinweisen wollen, dass die Menschen derzeit Sex mit einem festen Partner haben sollen. „Aber wir wissen, dass Menschen es trotzdem tun. Und weil das so ist, sagen wir: Achtet darauf, dass ihr nach Möglichkeit Sex mit einem Partner habt, um das Risiko der Verbreitung zu minimieren“, sagte der Sprecher weiter.

          In den Niederlanden haben sich laut der amerikanischen Universität Johns Hopkins 44.069 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 5689 Menschen starben an den Folgen einer Infektion. Zuletzt waren die Neuinfektionen allerdings rückläufig. Für Samstag meldete das RIVM 45 Krankenhauseinweisungen im Zusammenhang mit Covid-19 binnen der vergangenen 24 Stunden. Die Zahl der positiv Getesteten erhöhte sich in dieser Zeit um 189 Personen.

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