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Neue Flugregeln in Italien : Das Handgepäck muss unter den Sitz

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Handgepäck: Wer nach Italien reist, darf nur noch wenig mit in den Flieger nehmen. Bild: Picture-Alliance

Seit Freitag dürfen bei Flügen von und zu italienischen Flughäfen keine größeren Handgepäckstücke mehr an Bord gebracht werden. Beim Verstauen von Taschen in den Gepäckfächern könne der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden.

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          Die italienische Luftfahrtbehörde Enac hat mit neuen Vorschriften zum Handgepäck für erhebliche Verwirrung gesorgt. Seit Freitag dürfen bei nationalen und internationalen Flügen von und zu italienischen Flughäfen keine Rollkoffer und größeren Handgepäckstücke mehr an Bord gebracht werden. In dem Erlass, den die Enac an die Internationale Luftverkehrsvereinigung Iata übermittelte, heißt es, „aus gesundheitlichen Gründen“ sei die Benutzung der Gepäckfächer „unter keinen Umständen erlaubt“.

          Demnach müssen Fluggesellschaften bei Flügen nach und von Italien unter Androhung einer Strafe dafür sorgen, dass die Gepäckfächer über den Sitzreihen zu jeder Zeit geschlossen bleiben. Passagiere müssen ihr Handgepäck – eine Handtasche oder einen kleinen Rucksack – unter dem Sitz vor ihnen verstauen. Begründet wird das Verbot damit, dass Passagiere beim Verstauen von Handgepäck in den Gepäckfächern den Sicherheitsabstand in den Gängen nicht würden einhalten können. Durch die neue Einschränkung soll der Ein- und Ausstieg der Fluggäste beschleunigt werden, um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu minimieren.

          In kritischen Pressekommentaren zu der neuen Vorschrift wird darauf verwiesen, dass die Fluggäste sich stattdessen künftig vor dem Abflug an den Schaltern zur Gepäckaufgabe und nach der Landung an den Gepäckbändern stauen würden. Statt einen positiven Effekt auf die Hygienesicherheit beim Fliegen zu entwickeln, schrecke die neue Maßnahme allenfalls potentielle Passagiere zusätzlich vor Flugreisen in und nach Italien ab. Zudem säßen die Passagiere während der gesamten Flugzeit mindestens so dicht nebeneinander wie sie sich beim Verstauen der Gepäckstücke kurzfristig nahe kämen.

          Unklar ist zudem, wie Fluggesellschaften mit bereits ausgestellten Tickets verfahren, bei denen die Mitnahme eines zusätzlichen Handgepäckstücks an Bord mit einem Aufpreis berechnet wurde und ob sie überhaupt noch Zusatzgebühren für aufgegebenes Gepäck erheben können.

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