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Neue Rekordzahlen weltweit : WHO warnt vor „langwieriger“ Pandemie

  • Aktualisiert am

Corona wird uns laut WHO noch lange begleiten: Plakat bei den Protesten gegen Einschränkungen während der Covid-19-Pandemie in Berlin am 1. August 2020. Bild: EPA

Die WHO spricht von Auswirkungen der Covid-19-Pandemie bis in die kommenden Jahrzehnte, die Vereinigten Staaten und Mexiko melden Rekord-Infektionszahlen. In Deutschland bereiten sich die Krankenhäuser auf eine zweite Welle vor.

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          Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet, dass die Covid-19-Pandemie von „langwieriger Dauer“ sein werde und ein „öffentlicher Gesundheitsnotfall von internationaler Bedeutung“ bleiben werde. Das erklärte am Samstag das Notfall-Komitee der WHO. „Die Pandemie ist eine Jahrhundert-Gesundheitskrise, deren Auswirkungen bis in die kommenden Jahrzehnte zu spüren sein werden“, sagte die WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag. „Viele Länder, die geglaubt haben, sie hätten das Schlimmste überstanden, kämpfen jetzt mit neuen Ausbrüchen.“

          In den Vereinigten Staaten starben am Samstag am fünften Tag in Folge mehr als tausend Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus. Allein im Bundesstaat Kalifornien haben sich mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen mit Covid-19 infiziert. Der Bundesstaat Texas meldete am Samstag 9539 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in dem Bundesstaat stieg damit auf 430.485 bestätigte Fälle. In Florida, dessen Pandemie-Vorkehrungen durch den nahenden Tropensturm „Isaias“ gestört werden, ging die Zahl der Toten etwas zurück.

          In Großbritannien erwägt Premierminister Boris Johnson, den Großraum London abzusperren, um einen zweiten nationalen Lockdown zu vermeiden. Wenn die Infektionsraten weiterhin steigen, könnten auch die Quarantäne-Regeln für Einreisende verschärft werden, wie der „Sunday Telegraph“ berichtet.

          Krankenhäuser in NRW bereiten sich auf zweite Welle vor

          Auch in Deutschland hat das RKI in den vergangenen Tagen hohe Neuinfektionsstände aus den Gesundheitsämtern in Deutschland gemeldet. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) warnte: „Das Coronavirus ist immer noch da. Wir müssen weiterhin wachsam sein.“ Der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen darauf vorbereitet seien, wieder mehr Corona-Patienten behandeln zu müssen. „Erste Anzeichen deuteten darauf hin, dass der momentane Trend sich zu einer zweiten Welle auswachsen könnte.

          Hier lesen Sie, wie viele Neuinfektionen aktuell bestätigt sind.

          Im Ruhrgebiet etwa, wo das Robert Koch-Institut (RKI)stark steigende Zahlen vermeldet habe, hätten inzwischen wieder viele Krankenhäuser Besuchsverbote aussprechen und planbare Operationen verschieben müssen. „Grundsätzlich sind die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser besser vorbereitet als noch vor und während der ersten Hochphase der Pandemie“, sagte Brink. Die intensivmedizinischen Kapazitäten seien ausgebaut worden und „nun jederzeit verfügbar“. Es gebe inzwischen auch genügend Schutzausrüstungen für das Klinikpersonal, das zudem über mehr praktische Erfahrungen für die Corona-Behandlung verfüge.

          Das RKI hatte die Bürger in der vergangenen Woche dringend dazu ermahnt, bei den Hygienemaßnahmen nicht nachzulassen. In vielen Bundesländern sei schon seit der vorletzten Woche ein Zuwachs bei den Neuinfektionsraten zu beobachten - besonders stark aber in NRW und in Bayern.

          Neue Rekordzahlen in Mexiko

          Unterdessen meldete China 49 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, Hongkong 125. In Victoria, dem zweitgrößten australischen Bundesstaat Australiens, sind laut lokalen Medien weitere strenge Corona-Beschränkungen geplant.

          In Brasilien hat sich die Pandemie etwas verlangsamt mit 45.392 Neuinfektionen im Vergleich zu 52.383 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle fiel auf 1088 von 1212 am Vortag. Insgesamt haben sich in dem Land, das nach den Vereinigten Staaten am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffen ist, bislang 2,6 Millionen Menschen mit Covid-19 infiziert.

          Dagegen hat Mexiko den zweiten Tag in Folge eine neue Rekordzahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien 9556 neue Fällen registriert worden,gaben die mexikanischen Behörden am Samstag bekannt. Die Gesamtzahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus liegt demnach bei über 434.000. Mehr als47.400 Menschen starben in dem mittelamerikanischen Land an den Folgen der Viruserkrankung.

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