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Nach RKI-Bericht : Bayern und Rheinland-Pfalz melden Neuinfektionen nach

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Schüler bei einem freiwilligen Corona-Schnelltest in Dresden Bild: dpa

Die vom Robert-Koch-Institut gemeldeten Corona-Zahlen waren am Montag zunächst unvollständig. Doch auch mit Nachmeldungen aus Bayern und Rheinland-Pfalz bleibt das Niveau der Neuinfektionen niedrig.

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          Nach einer unvollständigen Übermittlung der Corona-Zahlen haben die Gesundheitsämter in Bayern und Rheinland-Pfalz am Montagnachmittag Informationen nachgemeldet – womit die Gesamtzahl der Neuinfektionen am Montag auf knapp 8800 stieg. Ob die Zahl der Neuinfektionen damit vollständig ist, war zunächst aber weiter unklar. Die vom Robert-Koch-Institut am Montag zunächst gemeldeten Infektionszahlen waren unvollständig. Tagsüber prüften die Verantwortlichen, was der Grund für die wenigen Meldungen etwa aus Bayern oder Rheinland-Pfalz seien, sagte eine Sprecherin des Instituts am Morgen.

          Das RKI hatte am Morgen 7141 neue Fälle auf seiner Internetseite gelistet, gut 5000 weniger als vor einer Woche. Zunächst hatte Bayern nur rund 270 Fälle gemeldet, nachdem es vor einer Woche am Montag deutlich mehr als 2000 waren – Rheinland-Pfalz lediglich zwei.

          Am Nachmittag korrigierten die Bundesländer beide Zahlen nach oben: Demnach zählte die Behörden in Rheinland-Pfalz 471 Neuinfektionen, Bayern nennt nun 1445 Neuinfektionen statt wie zunächst 269 genannten neuen Erkrankungen. Das RKI erfasste die Nachmeldungen am Montagnachmittag noch nicht. Nachmeldungen weist das Institut üblicherweise erst am Folgetag aus.

          Das Robert-Koch-Institut bestätigte im Laufe des Tages, dass die an diesem Montag gemeldeten Infektionszahlen nicht komplett seien. Unklar bleibt, ob weitere Länder vorliegende Daten nicht komplett weitergeleitet haben: Auch Schleswig-Holstein meldete auffällig niedrige Zahlen. Zunächst waren die Daten in der Übersicht des RKI jedoch noch nicht geändert worden.

          „Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem abermaligen Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht am Sonntagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

          Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 134,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 274,2 und Sachsen mit 244,9. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 86,6.

          Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.040.659 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 46 633. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.691.700 an.

          Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,93 (Vortag: 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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