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Möglicher Corona-Verstoß : Gladbach verordnet Embolo Zwangspause

  • Aktualisiert am

Breel Embolo steht vergangenen März auf dem Platz. Bild: Ina Fassbender/AFP

Als die Polizei in Essen eine unzulässige Party auflöste, traf sie dort auch Breel Embolo von Borussia Mönchengladbach an. Der Schweizer Fußballprofi sagt, er habe nicht direkt an der Feier teilgenommen. Beim nächsten Spiel wird er nun nicht auflaufen.

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          Wegen eines möglichen Verstoßes gegen Corona-Auflagen hat Fußball-Bundesligaverein Borussia Mönchengladbach Stürmer Breel Embolo „vorsorglich“ aus dem Kader für das Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen gestrichen. Das teilte der Klub am Montagabend mit. Zuvor sei bekannt geworden, dass Embolo „möglicherweise gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen“ habe, hieß es weiter. Damit steht der 23 Jahre alte Schweizer Nationalspieler nicht im Aufgebot für die Partie am Dienstagabend.

          Die Polizei hatte Emobolos Personalien bei der Auflösung einer Party in Essen aufgenommen. Dort hatten zahlreiche Personen ohne Abstand und Gesichtsmasken gefeiert. Am späten Montagabend bestätigte der Schweizer in einer auch über den Twitter-Account seines Vereins verbreiteten Mitteilung, dass die Polizei seine Personalien aufgenommen habe. Dies sei jedoch in der Wohnung eines Kollegen gewesen, bei dem er Basketball habe sehen wollen.

          Spieler bittet um Entschuldigung

          Diese Wohnung „befand sich in unmittelbaren Umfeld des Lokals, in dem diese Party stattfand“, schrieb Embolo auf Instagram. Und weiter: „Es trifft aber nicht zu, dass ich an einer Party teilgenommen habe. Das ist eine falsche Darstellung.“ Bei seinem Kollegen gewesen zu sein, bezeichnete er als Fehler. „Ich hätte nicht dort sein sollen, das war ein Fehler und leider kann ich deshalb morgen im Spiel gegen Bremen nicht dabei sein und das tut mir sehr leid“, schrieb der Spieler.

          Auch ins Mannschaftstraining werde Embolo erst wieder einsteigen, wenn negative Corona-Tests von ihm vorliegen, teilte die Borussia weiter mit. Worin die möglichen Verfehlungen des Schweizers bestanden, ließ der Verein zunächst offen.

          Party im Ausflugslokal

          Die von der Polizei aufgelöste Party mit 23 Männern und Frauen hatte in einem eigentlich coronabedingt geschlossenen Ausflugslokal am Essener Baldeneysee stattgefunden. Wie die Polizei am Montag berichtete, trafen die Beamten dort am frühen Sonntagmorgen 15 Frauen und 8 Männer im Alter von 21 bis 41 Jahren an. Sie hätten sich offensichtlich zu einer Party verabredet. „Es wurden weder Abstände eingehalten noch eine Mundnasenbedeckung getragen“, sagte der Sprecher. Eine üblicherweise von Passanten einsehbare Glasfront war mit rotem Tuch vor neugierigen Blicken geschützt. Die Beamten entdeckten außerdem leere Gläser, alkoholische Getränke, Wasserpfeifen, Snacks und eine Musikanlage.

          Keiner der Feiernden sei in Essen wohnhaft, hieß es weiter. Sie seien größtenteils aus dem Raum Düsseldorf, Köln und Stuttgart gekommen. Alle 23 erhielten eine Anzeige und mussten das Lokal anschließend verlassen. Ob der Betreiber der Gastronomie von der Party wusste und warum dort eingeladen wurde, wird noch ermittelt. „Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit einem Sportereignis einige Stunden zuvor“, so die Polizei weiter.

          Die Party flog auf, nachdem sich Anwohner über lautstarke Musik und Stimmen beschwert hatten. Bei einem ersten Einsatz gegen Mitternacht hatten die Polizisten noch keine Hinweise auf eine große Party entdecken können. Erst bei einem zweiten Einsatz zweieinhalb Stunden später wurde dann die Feier entdeckt.

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