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Umfrage : Mehrheit der Deutschen mit Krisenmanagement der Regierung zufrieden

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Bevölkerung strikte Minderung von Sozialkontakten verordnet - eine in der Geschichte der Bundesrepublik einmalige Maßnahme. Bild: dpa

Zwei Monate nach dem ersten Infizierten in Deutschland wertet die Bevölkerung die staatlichen Gegenmaßnahmen tendenziell positiv. Am negativsten wird die Rolle der Regierung von AfD-Wählern wahrgenommen.

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          Zwei Monate nach der Bekanntgabe der ersten Corona-Infektion in Deutschland ist die Mehrheit der deutschen zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bewerteten 54 Prozent das Agieren des schwarz-roten Kabinetts unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Krise eher positiv. 13 Prozent sagten sogar, sie seien „sehr zufrieden“. Eher unzufrieden sind dagegen nur 38 Prozent. Acht Prozent machten keine Angaben.

          Am 27. Januar - also vor genau zwei Monaten - hatte das bayerische Gesundheitsministerium den ersten Corona-Fall bestätigt: Ein 33 Jahre alter Mann hatte sich in seiner Firma in einem Vorort von München infiziert. Er steckte sich bei einer Kollegin aus China an, die zu einer Schulung nach Stockdorf im Landkreis Starnberg gekommen war. Inzwischen sind in Deutschland mehr als 43 000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mehr als 260 Infizierte sind bundesweit gestorben.

          Die Bundesregierung hat beispiellose Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, darunter einen Neun-Punkte-Plan, der zwischenmenschliche Kontakte minimieren soll. Das Krisenmanagement wird über die Parteipräferenzen hinweg überwiegend positiv bewertet, mit einer Ausnahme: Die Wähler der AfD sind zu 68 Prozent unzufrieden und nur zu 27 Prozent zufrieden.

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