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Welche Regeln ab Montag gelten : Mundschutz, aber wo?

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In Supermärkten und im Einzelhandel müssen in allen Bundesländern demnächst von den Kunden Masken getragen werden. Bild: dpa

Masken gehören demnächst zum Alltag. Doch ab wann und wo gilt die Maskenpflicht? Und – wenn ab Montag in einigen Ländern wieder Schulkinder unterwegs sind – müssen die auch Masken tragen? Ein Überblick.

          9 Min.

          Die Bundesländer haben beschlossen, dass die Bürger zum Schutz vor Corona-Übertragungen Masken tragen sollen. Das soll die Ausbreitung des Coronavirus über Tröpfchenpartikel beim Husten, Niesen, Sprechen oder Atmen verringern. Doch wo soll man sie nun tragen, die Masken? Und wann treten die Regelungen überhaupt in welchem Bundesland in Kraft? Und wenn ab Montag einige Schüler wieder zum Unterricht gehen, müssen auch sie dann eine Maske tragen? Die Antworten fallen je nach Bundesland unterschiedlich aus: 

          Nordrhein-Westfalen

          In der neu veröffentlichten Coronaschutz-Verordnung für NRW ist erstmals auch der Mindestabstand von 1,5 Metern im Freien als Verhaltensregel festgeschrieben. Wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Samstag sagte, ist dies „nur eine Grundsatzregelung“, für die es weiter Ausnahmen gibt. Kann man aus bestimmten Gründen den Mindestabstand nicht einhalten, gilt die Schutzmaskenpflicht - wie sie ab Montag unter anderem für Busse, Bahnen und Läden in Kraft tritt.

          Das „Abstandsgebot“ wurde mit der Maskenpflicht in einem neuen Paragraphen der bisherigen Schutzverordnung hinzugefügt. Wörtlich heißt es dort: „Jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person ist verpflichtet, sich im öffentlichen Raum so zu verhalten, dass sie sich und andere keinen vermeidbaren Infektionsgefahren aussetzt. Insbesondere ist im öffentlichen Raum zu allen anderen Personen grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten“. Ausgenommen sind unter anderem direkte Verwandte oder Eheleute.

          In Läden müssen neben den Kunden grundsätzlich auch alle Angestellten Masken tragen - wenn sie nicht zum Beispiel hinter Plexiglas sitzen. Die Maskenpflicht gilt laut Verordnung auch beim Ausgeben oder Abholen von Essen, für Handwerker - wenn sie den Abstand zum Kunden nicht einhalten können -, auf Märkten und beim Arzt. Feste Bußgelder legt die Verordnung nicht fest. Das Land überlässt die Höhe den Ordnungsämtern der Kommunen. Das Bußgeld soll auch nicht sofort angeordnet werden. Sondern erst, wenn sich Betroffene nach einem entsprechenden Hinweis weigern, Masken aufzusetzen.

          Baden-Württemberg

          In Bussen, Bahnen und beim Einkaufen heißt es von Montag an im Südwesten: Maske auf. Mit einer per Zeitung verbreiteten Botschaft rief Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Wochenende noch einmal dazu auf, sich an die Maskenpflicht zu halten. Bislang galt nur der dringende Appell, eine Maske aufzusetzen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Von Montag an gilt nun: Wer Bus oder Bahn fährt oder einkauft, muss eine tragen. Selbstgemachte Modelle sowie Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken, sind ausreichend.

          Rheinland-Pfalz und Saarland

          Nach sechswöchiger Schließung fängt am kommenden Montag für zunächst 35 000 Jugendliche in Rheinland-Pfalz der Schulunterricht wieder an. In dieser ersten Öffnungsphase starten nach Angaben des Bildungsministeriums rund 35.000 Jugendliche - zumeist Berufsschüler, die vor einer Prüfung stehen, und Abiturienten der Gymnasien mit achtjähriger Schulzeit (G8). Dabei gelten strenge Hygiene-Auflagen. Im Saarland werden die Schulen erst ab dem 4. Mai schrittweise wieder geöffnet.

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