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Neues Syndrom bei Kindern : Corona und die rätselhafte Kawasaki-Krankheit

Eine Kinderärztin mit einem Kleinkind während einer Routineuntersuchung in Boston. Bild: Reuters

Bei mehreren mit dem Coronavirus infizierten Kindern treten schwere Komplikationen auf, die an eine seltene Krankheit erinnern. Ärzte warnen, dass Betroffene wegen der untypischen Symptome nicht ins Krankenhaus gebracht werden – und sterben könnten.

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          Zuletzt hat Andrew Cuomo Zuversicht verbreiten können. Der Gouverneur von New York berichtet seit Tagen über rückläufige Infektions- und Totenzahlen in dem vom Coronavirus am schlimmsten getroffenen amerikanischen Bundesstaat. Am Samstag aber hatte der Demokrat Beunruhigendes mitzuteilen: Drei junge New Yorker seien an einem mysteriösen Syndrom gestorben, ein Teenager, ein sieben Jahre altes und ein fünf Jahre altes Kind. 73 weitere Kinder seien erkrankt. Man wisse noch nicht sehr viel und müsse die Entwicklung abwarten.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Die Krankheit, bei der es wie bei einem toxischen Schocksyndrom zu Entzündungen von Haut, Augen, Blutgefäßen und Herz kommt, trifft die Kinder schwer; viele müssen an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden. Betroffen sind auch Kleinkinder. Kinderärzte vergleichen die Symptome mit der seltenen Kawasaki-Krankheit. Alle Patienten seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden beziehungsweise in ihrem Blut ließen sich bereits Antikörper nachweisen. Symptome einer Atemwegserkrankung, die eigentlich mit dem Coronavirus verbunden werden, zeigen die Kinder indes nicht.

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