https://www.faz.net/-guw-9zhx4

Kawasaki-Syndrom : „Covid-19 ist bei Kindern nicht immer harmlos“

Mehr Infektionen bedeuten auch mehr schwere Verläufe bei Kindern mit einer Covid-19-Erkrankung. Mediziner fragen sich, ob diese Rechnung stimmt. Bild: dpa

Kinder galten lange als nicht so gefährdet durch das neue Coronavirus. Stimmt das nicht mehr? Ein Kinderarzt erklärt, welche Symptome aktuell bei den Kleinen auftreten – und warum er mit einer zweiten Infektionswelle im Herbst rechnet.

          5 Min.

          Herr Professor Berner, es häufen sich Meldungen, vor allem aus dem Ausland, die nahelegen, dass Kinder, die an Covid-19 erkranken, gehäuft schwere Verläufe zeigen, die dem sogenannten Kawasaki-Syndrom ähneln: einem Syndrom, das zuvor kaum einem Laien ein Begriff war.

          Lucia Schmidt
          (luci.), Leben

          Ja, das stimmt. Es ist eine Erkrankung, die normalerweise in ganz Deutschland im Jahr bei etwa 400 bis 500 Kindern auftritt, bekanntermaßen mit starken jahreszeitlichen Schwankungen: Bisher haben wir im Jahr 2020 noch kein einziges Kind bei uns in der Klinik in Dresden damit gesehen, vergangenes Jahr hatten wir dagegen einmal innerhalb weniger Wochen fünf Kinder. Gehäuft tritt das Syndrom hierzulande in den Monaten von Januar bis April auf.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Protektionismus der 1930er : „Ein bösartiges Produkt von Dummheit und Gier“

          Trumps Handelspolitik weckt Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise und den Protektionismus der dreißiger Jahre. Damals löste Herbert Hoover mit einem höchst umstrittenen Zollgesetz fatale Gegenreaktionen aus. Heute jedoch ist unser Wohlstand nicht von Amerika bedroht. Ein Gastbeitrag.
          Eine Erinnerung an unbeschwerte Zeiten

          Corona-Pandemie : Jetzt sind die Jungen dran

          Mehr als ein Jahr lang haben junge Leute auf vieles verzichtet, um die Alten vor Corona zu schützen. Das Land schuldet ihnen nun etwas.