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Kawasaki-Syndrom : „Covid-19 ist bei Kindern nicht immer harmlos“

Mehr Infektionen bedeuten auch mehr schwere Verläufe bei Kindern mit einer Covid-19-Erkrankung. Mediziner fragen sich, ob diese Rechnung stimmt. Bild: dpa

Kinder galten lange als nicht so gefährdet durch das neue Coronavirus. Stimmt das nicht mehr? Ein Kinderarzt erklärt, welche Symptome aktuell bei den Kleinen auftreten – und warum er mit einer zweiten Infektionswelle im Herbst rechnet.

          5 Min.

          Herr Professor Berner, es häufen sich Meldungen, vor allem aus dem Ausland, die nahelegen, dass Kinder, die an Covid-19 erkranken, gehäuft schwere Verläufe zeigen, die dem sogenannten Kawasaki-Syndrom ähneln: einem Syndrom, das zuvor kaum einem Laien ein Begriff war.

          Lucia Schmidt

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ja, das stimmt. Es ist eine Erkrankung, die normalerweise in ganz Deutschland im Jahr bei etwa 400 bis 500 Kindern auftritt, bekanntermaßen mit starken jahreszeitlichen Schwankungen: Bisher haben wir im Jahr 2020 noch kein einziges Kind bei uns in der Klinik in Dresden damit gesehen, vergangenes Jahr hatten wir dagegen einmal innerhalb weniger Wochen fünf Kinder. Gehäuft tritt das Syndrom hierzulande in den Monaten von Januar bis April auf.

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