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Corona-Regeln beim Karneval : Abstand und Anstand!

  • -Aktualisiert am

Der zweite Corona-Karneval: Hoppeditz-Darsteller Tom Bauer am 11.11.2020 vor dem Düsseldorfer Rathaus Bild: dpa

Pünktlich zum 11.11. hat Nordrhein-Westfalen seine Corona-Regeln angepasst. Geschunkelt werden darf demnach bei Einhaltung der 3-G-Regeln ohne Maske – allerdings gelten in vielen Kommunen vorsorglich strengere Regeln. In Köln ist der Karnevalsprinz positiv getestet worden.

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          Corona und Karneval, das geht nicht recht zusammen, schon in der zweiten Session können die Narren davon ein trauriges Lied singen. Pünktlich zum Sessionsauftakt am 11.11. hat Nordrhein-Westfalen seine Corona-Schutzverordnung sicherheitshalber modifiziert. Dort heißt es jetzt unter anderem, wer an „Karnevalsveranstaltungen und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen mit Mitsingen, Schunkeln oder Tanzen in Innen­räumen“ teilnehmen will und weder geimpft noch genesen ist, muss einen höchstens 24 Stunden alten PCR-Test oder einen maximal sechs Stunden alten Schnelltest dabei haben. Im Gegenzug dürfen Jecken die Masken fallen lassen, also auf Mund-Nasen-Schutz verzichten.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Allerdings gelten in vielen Kommunen nicht nur in Kneipen und Sälen wesentlich strengere Regeln. In der jecken Hochburg Köln hat der städtische Krisenstab das Corona-Regime vorsorglich verschärft. In der Altstadt und den Feiervierteln gilt die 2-G-Regel. Alle müssen dort also geimpft oder genesen sein, auch ein noch so frischer Test reicht nicht. Ebenso konsequent wie in Köln soll auch in Düsseldorf beim ­Hoppeditz-Erwachen vor dem Rathaus kon­trolliert werden, auch dort gilt 2 G.

          Allein in den beiden Städten werden am Donnerstag Zehntausende Besucher erwartet, weshalb der bewährte Corona-Mahner Karl Lauterbach (SPD) befürchtet, der Karneval könne zu einem „Superspreader-Event“ werden. Jede abgesagte Innenraumveranstaltung sei eine gute Veranstaltung. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) veröffentlichte am Mittwoch deshalb einen „Appell zum Sessionsauftakt 2021“. Vor einem Jahr sei der Elfte im Elften ein stiller Tag gewesen, und auch in diesem Jahr müsse man „immer halblang machen“. Bei Verstößen gegen die Corona-Regeln werde auch die Polizei wie schon bei Halloween auch am Sessionsauftakt einschreiten. „Abstand und Anstand gehören dieses Jahr mehr denn je zur Kostümierung.“ 

          Dass die Testmaßnahmen wirken, zeigte sich schon kurz vor dem Karnevalsauftakt in Köln. Dort ist der designierte Kölner Karnevalsprinz positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Festkomitee Kölner Karneval sagte daher noch am Mittwochabend alle Auftritte für das Dreigestirn in den kommenden jecken Tagen ab. Der doppelt geimpfte designierte Prinz Sven Oleff habe keinerlei Symptome und fühle sich den Umständen entsprechend gut, hieß es weiter in einer Mitteilung. 

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