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Intensivmediziner übers Lüften : „Lasst am besten alle Fenster offen!“

Frische Luft ist jetzt wichtiger denn je. Bild: dpa

Deutschland, mach die Fenster auf! Nur dann können wir die dritte Welle brechen, sagt der Intensivmediziner Franz X. Kleber. Im Interview erklärt er, warum Innenräume so gefährlich sind.

          3 Min.

          Herr Kleber, wo sitzen Sie gerade mit Ihrem Handy? Am offenen Fenster?

          Lucia Schmidt
          (luci.), Leben

          Gerade sitze ich alleine in meinem Büro. Ich habe das Fenster gekippt, obwohl ich alleine bin. Sobald wir beide fertig sind mit dem Telefonieren, werde ich alle Fenster aufmachen.

          Sie haben eine Initiative in Ihrer ­Klinik gegründet, mit der Sie jetzt an die Öffentlichkeit gehen und die den knackigen Titel trägt: „Deutschland macht die Fenster auf“. Was steckt dahinter?

          Uns allen geht es doch so, dass wir uns der dritten Corona-Welle gegenüber machtlos fühlen. So viel haben wir schon gekämpft, die Pandemie aber immer noch nicht im Griff. Mir ist aufgefallen, dass es aber bei all den Maßnahmen immer noch eine Sache gibt, die wir noch nicht konsequent umgesetzt haben – das Lüften. Abstände werden eingehalten, Menschen weichen einander aus, und trotzdem haben wir diese hohen Infektionszahlen. Eigentlich wissen wir es schon seit vergangenem Frühjahr: Die Übertragungen finden in Innenräumen statt. Das heißt, die Raumluft ist ein erheblicher Übertragungsweg. Und diesen bekämpft man mit Lüften. Das muss nur noch viel mehr umgesetzt werden.

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