https://www.faz.net/-guw-a1ebj

Schneller zum Corona-Impfstoff : EU erlässt Ausnahmeregelung für Covid-19-Arzneimittel

  • Aktualisiert am

Zellengewebe, hier im Bild rot dargestellt, ist mit dem Coronavirus infiziert. Die gelben Punkte zeigen, wo sich das Virus angedockt hat (Archivbild). Bild: dpa

Damit schneller ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden werden kann, erleichtert die EU die klinische Prüfung. Die Lockerung betrifft den Einsatz genetisch veränderter Organismen.

          1 Min.

          Die EU setzt befristet Auflagen aus, um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu beschleunigen. Wie der Rat der Mitgliedstaaten am Dienstagabend mitteilte, werden vom kommenden Samstag an Covid-19-Arzneimittel mit genetisch veränderten Organismen (GVO) ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung klinisch geprüft werden können. Zudem wird klargestellt, dass die Regelung auch gilt, wenn Mitgliedsstaaten den Einsatz von offiziell noch nicht genehmigten Covid-19-Arzneimitteln mit genetisch veränderten Organismen erlauben wollen.

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommentierte: „Diese Verordnung wird sicherstellen, dass klinische Prüfungen in der EU ohne Verzögerung starten können und dass keine wertvolle Zeit verloren geht.“ Ein Impfstoff gegen Covid-19 werde dringend benötigt.

          Die neue EU-Verordnung gilt, solange die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 als Pandemie betrachtet oder solange ein Beschluss der Kommission gilt, mit dem sie eine gesundheitliche Krisensituation aufgrund von Covid-19 feststellt.

          Weitere Themen

          Öl-Frachter vor Mauritius droht auseinander zu brechen Video-Seite öffnen

          Irreversible Umweltschäden : Öl-Frachter vor Mauritius droht auseinander zu brechen

          Allen Bemühungen zum Trotz lässt sich eine Umweltkatastrophe vor der Küste von Mauritius offenbar kaum noch abwenden: Ein Frachter mit tausenden Tonnen Treibstoff an Bord war vor der Südostküste des Urlauberparadieses auf Grund gelaufen und steht nun kurz davor auseinanderzubrechen.

          Topmeldungen

          Im Hafen von Sassnitz lagern Rohre für die fast fertig gebaute Nord-Stream-2-Gasleitung.

          Washingtons Sanktionen : Uniper hält Scheitern von Nord Stream 2 für möglich

          Das erste Unternehmen warnt davor, dass die Gasleitung Nord Stream 2 womöglich nicht zu Ende gebaut wird. „Kein Staat hat das Recht, der EU ihre Energiepolitik zu diktieren“, sagt der deutsche Außenminister Maas in Richtung Washington.
          Cornelia Koppetsch im Oktober 2019 auf der Frankfurter Buchmesse

          Plagiate bei Soziologin : Disziplinarverfahren gegen Cornelia Koppetsch

          Sie habe „rücksichtslos“ gehandelt, die gute wissenschaftliche Praxis sei gravierend missachtet worden: Eine interne Untersuchungskommission der TU Darmstadt findet deutliche Worte zu den Plagiaten ihrer Soziologin Cornelia Koppetsch.

          Stumpfe Klingen : Wenn Metall am Haar zerbricht

          Amerikanische Forscher wollten wissen, warum Rasierklingen sich abnutzen. Sie fanden heraus: Die Dinger werden überhaupt nicht stumpf. Das Problem liegt anderswo. Und langlebigere Klingen sind eventuell gar nicht erwünscht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.