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Impfstoff-Abkommen mit Pfizer : Israel ist das Land der gläsernen Corona-Patienten

In einem Impfzentrum in Jerusalem erhält ein Mann Mitte Januar eine Dosis des Impfstoffs von Biontech und Pfizer. Bild: dpa

Israels Regierung erhält bevorzugt Impfstoff gegen das Coronavirus von Pfizer und gibt dafür Gesundheitsdaten weiter. Kritiker glauben, das eigentliche Interesse des Unternehmens gelte der umfassenden Impfdatenbank des Landes.

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          Israel hat sein Impfregime schnell auf den Weg gebracht. Nahezu ein Viertel der Bevölkerung ist schon mit einer ersten Dosis geimpft worden, und auch die Impfungen mit der zweiten Dosis haben begonnen. Für dieses Tempo ist nicht nur eine effiziente Organisation des Impfprozesses erforderlich, sondern auch eine schnelle Versorgung mit weiterem Impfstoff.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Pfizer lieferte Berichten zufolge in einer ersten Tranche rund vier Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffs, denen regelmäßig Lieferungen mit jeweils Hunderttausenden weiteren Dosen per Flugzeug folgen. Israel ist nicht nur das Land, das am schnellsten impft, sondern auch das, welches gemessen an der Einwohnerzahl am meisten Impfdosen geliefert bekommen hat.

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