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Fünf weitere Todesfälle : Hessens Sozialminister rechnet mit Infektionshöhepunkt gegen Ostern

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Wartestand: Schlangestehen unter den Augen des Gesetzes vor einem Corona-Testzentrum in Frankfurt Bild: Helmut Fricke

Von Sonntag auf Montag sind in Hessen 101 neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet worden. Der prozentuale Anstieg ist auffallend niedrig. Sozialminister Klose rechnet bald mit einem Höhepunkt der Infektionen.

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          4668 mit dem Coronavirus infizierte Personen sind in Hessen bisher gemeldet worden. Über Nacht sind 101 Fälle hinzu gekommen, wie das Hessischer Sozialministerium in Wiesbaden in seinem täglichen Bulletin meldet. Das ist die niedrigste Zahl seit Mitte März. Die Zahl der Corona-Toten zwischen Nordhessen und dem südlichen Odenwald hat sich demnach um fünf auf 64 erhöht.

          Der prozentuale Anstieg der Neuinfektionen beträgt im Vergleich zum Sonntag nur 2,2 Prozent. Er ist auffallend niedrig. Vermerkt werden nur Fälle, die elektronisch gemeldet worden sind. In der Vergangenheit hatte es geheißen, nicht alle Gesundheitsämter meldeten samstags und sonntags ihre Daten.

          1361 Infektionen sind nach Angaben des Ministeriums in den vergangenen sieben Tagen hinzu gekommen. Die sogenannte Inzidenz, das sind die Corona-Fälle je 100.000 Einwohner, gibt das Land für diese Zeitspanne mit durchschnittlich mit 21,7 an. Den niedrigsten Inzidenzwert weist der Kreis Marburg-Biedenkopf mit 5,7 auf, gefolgt vom Werra-Meißner-Kreis mit 8,9 und der Stadt Kassel mit 9,4.

          Vorne in Tabelle liegt der Odenwaldkreis mit 76,3. Frankfurt kommt auf 25,2, hat aber die seit Anfang März meisten bestätigten Fälle; es sind mittlerweile 590 an der Zahl. Für Offenbach sind dagegen nur 43 Infektionen bestätigt, für Darmstadt 93 und für Wiesbaden 208.

          Das Sozialministerium bezieht sich auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts und des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen beim Regierungspräsidium in Gießen. Das Landesamt verfügt stets über etwas neuere Zahlen als das RKI. Das Bulletin finden Sie hier.

          Ausgehend von den Zahlen rechnet Sozialminister Kai Klose (Grüne) auch für Hessen in etwa einer Woche mit dem Höhepunkt der Covid-19-Infektionen. Insgesamt sehe er Anzeichen dafür, dass die Maßnahmen wie Kontaktverbote und Abstandsregelungen „eine gewisse Wirkung erzielen“, sagte Klose. „Wir sind aber noch nicht in einem Bereich, der uns beruhigen könnte.“

          Zu den Versorgungskapazitäten auch für schwer an Covid-19 erkrankte Patienten sagte Klose, derzeit stünden in Hessen 755 freie Betten mit Beatmungsmöglichkeiten zur Verfügung. Derzeit würden in hessischen Krankenhäuser etwa zehn französische Patienten behandelt, eine Hilfsanfrage aus Italien bestehe nicht mehr, nachdem im Land selbst neue Kapazitäten gefunden worden waren.

          Bislang seien in Hessen zwei Millionen Mund-Nase-Masken etwa an Kliniken oder Einrichtungen der Altenpflege verteilt worden, sagte Klose. „Alles, was wir kriegen, geben wir so schnell wie möglich weiter.“

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