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Hendrik Streeck im Interview : „Wir brauchen Szenarien für den Fall, dass es keinen Impfstoff geben wird“

Hendrik Streeck ist Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn. Bild: dpa

Wie sinnvoll sind Massentests vor Großveranstaltungen, bis es einen Impfstoff gibt – und was ist, wenn der gar nicht kommt? Im Interview erklärt Virologe Hendrik Streeck, warum wir jetzt pragmatisch sein müssen und warum er nichts von dem Begriff „zweite Welle“ hält.

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          Herr Streeck, Union Berlin will in der neuen Saison wieder im vollen Stadion spielen. Alle Besucher sollen zuvor einen Corona-Test absolvieren. Ähnliche Konzepte werden in der Veranstaltungsbranche diskutiert. Was halten Sie aus medizinischer Sicht davon?

          Patrick Schlereth

          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

          Nichts, was im Moment gemacht werden kann, ist wirklich ideal. Aber man muss jetzt auch mal pragmatisch sein. Es wird zu viel darüber geredet, was nicht gut ist, und zu wenig darüber, wie eine Lösung aussehen könnte. Das Virus ist Teil von unserem Alltag geworden, wir werden es mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht loswerden. Auch wenn man über solche Wege vielleicht nicht alle Infektionen unterbinden wird, vermeidet man doch den Großteil.

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