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Virologe Hendrik Streeck : „Wir dürfen nicht bei jedem Anstieg der Infektionen in Panik geraten“

Hendrik Streeck ist Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn. Bild: Stefan Finger

Trotz steigenden Fallzahlen äußert sich der Virologe Hendrik Streeck gelassen. Im Interview spricht er über Corona als Dauerwelle, die Kraft der T-Zellen – und seine neue Heinsberg-Studie.

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          Professor Streeck, ist eine zweite Welle auch bei dieser Pandemie unausweichlich?

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Wissenschaftlich gibt es den Begriff einer „zweiten Welle“ nicht. Dabei handelt es sich um eine Beobachtung, die man während der Spanischen Grippe gemacht hat. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dem damaligen Erreger und Sars-CoV-2: Das neue Coronavirus wird nicht wieder verschwinden. Von daher werden wir bei dieser Pandemie ein Auf und Ab sehen, wie auch bei allen anderen endemischen Coronaviren. Deswegen ist der Begriff der „zweiten Welle“ falsch verwendet, man sollte von einer kontinuierlichen Welle sprechen oder auch Dauerwelle.

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