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Hebamme in Mailand : „Die Gebärenden tragen Atemschutzmasken“

Alle gegen das Virus: Mailand ist von der Pandemie besonders betroffen. Bild: dpa

Die Corona-Pandemie verändert auch die Arbeit von Hebammen. Jana Knippel berichtet über die Geburtshilfe in einem Mailänder Krankenhaus, isolierte Mütter mit ihren Neugeborenen und einen Covid-19-Kreißsaal.

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          Frau Knippel, Sie arbeiten als Hebamme im Vittore Buzzi, dem wichtigsten Kinderkrankenhaus in Mailand. Wie vielen Kindern haben Sie seit Ausbruch der Corona-Epidemie auf die Welt geholfen?

          Karen Krüger

          Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Genau kann ich das nicht sagen. Seit Januar hatten wir 800 Entbindungen.

          Wie wirkt sich die Krise emotional auf Ihre Arbeit als Hebamme aus?

          Gerade jetzt bin ich sehr dankbar für meinen Beruf, bei dem ich jeden Tag am Anfang des Lebens stehen kann. Umso mehr schmerzt der Gedanke an Kollegen, die auf der Intensivstation Covid-19-Patienten betreuen und mitunter den Sterbenden noch ein Handy reichen, damit Angehörige sich verabschieden können. Aber auch für uns Hebammen ist die Situation nicht immer einfach. Die Umstände der Geburten mussten stark verändert werden.

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